BMW K 1600 GT 2020 vs. Honda Gold Wing F6C 2016
Bewertung
BMW K 1600 GT 2020 vs. Honda Gold Wing F6C 2016 - Vergleich im Überblick
Der BMW K 1600 GT mit ihrem 4-Takt Reihe 6-Zylinder-Motor und einem Hubraum von 1.649 Kubik steht die Honda Gold Wing F6C mit ihrem 4-Takt Boxer 6-Zylinder-Motor mit 1.832 Kubik gegenüber. Die BMW hat mit 160 PS bei 7.750 Umdrehungen ein ordentliches Mehr an Leistung im Vergleich zur Honda mit 116 PS bei 5.500 U / min.
Das maximale Drehmoment der K 1600 GT von 175 Newtonmeter bei 5.250 Touren bietet ähnlich viel Schub als die 167 Nm Drehmoment bei 4.000 Umdrehungen bei der Gold Wing F6C.
Bei der K 1600 GT federt vorne eine Telelever.
Für die notwendige Verzögerung sorgt auf der BMW vorne eine Doppelscheibe und hinten eine Scheibe. Die Honda vertraut vorne auf eine Doppelscheibe Vierkolben-Zange. Hinten ist eine Scheibe Dreikolben-Zange verbaut.
Bei der Bereifung setzt K 1600 GT auf Schlappen mit den Maßen 120 / 70 - 17 vorne und 190 / 55 - 17 hinten. Für Bodenkontakt sorgen auf der Gold Wing F6C Reifen in den Größen 130/60-19 vorne und 180/55-17 hinten.
Die Honda Gold Wing F6C ist von Radachse zu Radachse 1.707 mm lang und ihre Sitzhöhe beträgt 734 Millimeter.
In den Tank der K 1600 GT passen 26,5 Liter Sprit. Bei der Gold Wing F6C sind es 23,2 Liter Tankvolumen.
Von der BMW K 1600 GT gibt es aktuell 17 Inserate am 1000PS Marktplatz, von der Honda Gold Wing F6C sind derzeit 3 Modelle verfügbar. Für die BMW gibt es aktuell 435 Suchanfragen am 1000PS Marktplatz, Honda wurde derzeit 49 Mal pro Monat gesucht.
Technische Daten im Vergleich
BMW K 1600 GT 2020 |
Honda Gold Wing F6C 2016 |
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Motor und Antrieb | ||
Motorbauart | Reihe | Boxer |
Zylinderzahl | 6 | 6 |
Taktung | 4-Takt | 4-Takt |
Ventile pro Zylinder | 4 | 2 |
Kühlung | flüssig | flüssig |
Hubraum | 1649 ccm | 1832 ccm |
Bohrung | 72 mm | 74 mm |
Hub | 67,5 mm | 71 mm |
Leistung | 160 PS | 116 PS |
U/min bei Leistung | 7750 U/min | 5500 U/min |
Drehmoment | 175 Nm | 167 Nm |
U/min bei Drehmoment | 5250 U/min | 4000 U/min |
Verdichtung | 12,2 | 9,8 |
Kupplung | Mehrscheiben im Ölbad | Mehrscheiben im Ölbad |
Antrieb | Kardan | Kardan |
Ganganzahl | 6 | |
Starter | Elektro | |
Zündung | Transistor | |
Chassis | ||
Rahmen | Aluminium | Aluminium |
Rahmenbauart | Strangpressprofil | Brücken |
Fahrwerk vorne | ||
Aufhängung | Telelever | |
Fahrwerk hinten | ||
Aufhängung | Paralever | Einarmschwinge |
Bremsen vorne | ||
Bauart | Doppelscheibe | Doppelscheibe |
Kolben | Vierkolben | |
Bremsen hinten | ||
Bauart | Scheibe | Scheibe |
Kolben | Dreikolben | |
Fahrassistenzsysteme | ||
Assistenzsysteme | ABS, Traktionskontrolle | |
Daten und Abmessungen | ||
Reifenbreite vorne | 120 mm | 130 mm |
Reifenhöhe vorne | 70 % | 60 % |
Reifendurchmesser vorne | 17 Zoll | 19 Zoll |
Reifenbreite hinten | 190 mm | 180 mm |
Reifenhöhe hinten | 55 % | 55 % |
Reifendurchmesser hinten | 17 Zoll | 17 Zoll |
Länge | 2324 mm | 2473 mm |
Breite | 1000 mm | 942 mm |
Sitzhöhe von | 810 mm | 734 mm |
Sitzhöhe bis | 830 mm | |
Gewicht fahrbereit (mit ABS) | 319 kg | 341 kg |
Tankinhalt | 26,5 l | 23,2 l |
Führerscheinklassen | A | A |
Höhe | 1154 mm | |
Radstand | 1707 mm |
Stärken und Schwächen im Vergleich
Extrem kultivierter Reihensechser mit mörder Drehmoment und viel Leistung - aber ohne Gewaltbereitschaft, sondern einfach ein Triebwerk höchster Souveränität. Trotz 339 kg Lebendgewicht (vollgetankt) wendig und flink. Mit Dynamic ESA, DTC, ABS Pro und Schaltassistenten sportlich und sicher zu bewegen.
Sehr spät aber doch erweiterte Honda das Goldwing-Programm, im Vorjahr um den Bagger F6B und heuer um die nackte, aber nicht minder wuchtige F6C - damit merkt man, wie weit der Begriff Naked Bike gedehnt werden kann. So puristisch die nackte Goldwing nämlich auch ist, der mächtige Auftritt mit fast 350 Kilo ist unübersehbar. Allerdings braucht ein gewaltiger Sechszylinder-Boxermotor mit über 1800 Kubik auch ein stabiles Chassis. Denn bei aller Sanftmütigkeit, mit der das Triebwerk dahin säuseln kann, fahren die 167 Newtonmeter Drehmoment so brachial ein, als würde man auf einem Dampfkatapult sitzen. Straffes Fahrwerk und aufrechte Sitzposition suggerieren wiederum sportliche Fähigkeiten, zum agilen Kurvenräuber wird die F6C allerdings schon wegen ihrer Masse und Maße nicht. Dass die Honda Goldwing F6C zudem sehr teuer ist, passt ebenfalls perfekt ins Bild - dieses außergewöhnliche Motorrad ist nicht für jeden gedacht.
- Angenehme, vollkommen entspannte Sitzposition
- hervorragende Elektronik von Traktionskontrolle bis zum semiaktiven Fahrwerk
- ABS Pro
- Schaltassistent
- viel sportlicher zu fahren, als die Ausmaße vermuten lassen
- Cockpit wirkt im Gegensatz zur eingebauten Technik schon etwas überholt
- sowohl sanfter als auch brachialer Sechszylinder-Boxermotor
- enorme Laufruhe
- straffes Fahrwerk
- gute Bremsen
- angenehm aufrechte Sitzposition
- wuchtige Optik mit breiten Kühlern
- sehr hohes Gewicht
- bei Nässe heikles Fahrverhalten
- ziemlich teuer