Den ersten Lauf der IDM Superbike in der Saison 2007 hat der Österreicher Andreas Meklau (Suzuki) für sich entschieden. Nach verhaltenem Start forcierte der Spielberger ab Mitte des Rennens und konnte sich letztendlich gegen Kai-Borre Andersen (Honda) und seinen Suzuki-Teamkollegen Roman Stamm durchsetzen. Ich musste anfangs meine Reifen ganz bewusst schonen, erklärte Meklau. Es hat sich bereits im Training angedeutet, dass es gegen Rennende knapp werden könnte. Ich versuchte, so reifenschonend wie möglich zu fahren und attackierte erst in den letzten Runden. Der Plan ging auf, ein perfekter Saisonauftakt. Polesetter Kai-Borre Andersen kam aus der ersten Runde nur als 30. zurück, da ihm am Start der Motor abgestorben war. Nach einer beeindruckenden Aufholjagd mit der schnellsten Rennrunde konnte sich der Norweger den zweiten Platz erkämpfen. Martin Bauer (Honda) ärgerte sich nach dem Qualifying über Probleme mit dem Set-Up, konnte aber im Rennen nach einem sehr guten Start mit Platz 4 ein respektables Ergebnis einfahren. Pech hatten Titelverteidiger Jörg Teuchert (MV Agusta) und Michael Schulten. Teuchert musste bereits in der Einführungsrunde nach einem technischen Defekt alle Hoffnungen begraben. Schulten stürzte schwer und bekam wegen einer Gehirnerschütterung Startverbot für Turn 2.
Auch im zweiten Lauf gelang Martin Bauer ein ausgezeichneter Start und er konnte die Führung übernehmen, doch technische Schwierigkeiten verhinderten eine Platzierung auf dem Podium. Wir hatten im zweiten Lauf Probleme mit der Elektrik, aber das werden wir bis zum nächsten Rennen behoben haben, berichtete der 31-jährige Eggendorfer. Bis zur vorletzten Runde lag ich noch auf Position 2, da ist das doch sehr ärgerlich. Generell bin ich aber zufrieden, die Richtung in die wir uns bewegen, stimmt und wir haben trotz dieser Unannehmlichkeit mit Platz 6 wertvolle Punkte sammeln können! Hinter Bauer reihte sich ein ganzer Pulk mit Jörg Teuchert, Werner Daemen, Roman Stamm, Andi Meklau, Kai-Borre Andersen und Stefan Nebel ein. Andersen stürzte in Runde 5. Wenig später übernahm Teuchert die Führung, die er bis zur Zielflagge verteidigen konnte. Roman Stamm bestätigte mit einem weiteren 3.Rang sein starkes Ergebnis vom Vormittag. Andi Meklau wurde wie in Lauf 1 gegen Rennende immer schneller und konnte als Zweitplatzierter seine Führung im Gesamtklassement ausbauen. Für mich ist auch dieser zweite Platz ein sehr wichtiges Ergebnis, meinte Meklau. Ich glaube, in dieser Saison wird es sehr viele unterschiedlich Sieger geben. Der Kreis der Favoriten auf den Gesamtsieg ist größer denn je. Unter diesem Gesichtspunkt würde ich mein Ergebnis vom EuroSpeedway als nahezu optimal einschätzen.
In der Meisterschaft liegen die beiden Suzuki-Piloten Andreas Meklau (45 Punkte) und Roman Stamm (32) in Front. Dritter ist Jörg Teuchert (25), vor Martin Bauer (23), und den punktgleichen Werner Daemen und Stefan Nebel (je 22).
|
In der Supersportklasse gewann Altmeister Herbert Kaufmann (Suzuki) den ersten Lauf vor dem Trainingsschnellsten Sebastien Diss (Kawasaki). Auf Rang 3 bescherte Rico Penzkofer der Marke Triumph eine sensationelle Premiere in der IDM Supersport. In Lauf 2 gelang es dem Böhlener sogar, dieses Ergebnis mit einem Sieg zu toppen. Das ist natürlich wunschgemäß, freute sich Penzkofer. Im ersten Rennen hatte ich einen zu weichen Reifen aufgezogen und konnte am Ende das Tempo Herbert und Sebastien nicht mehr mithalten. Heute verwendeten wird den richtigen Gummi und hatten Erfolg. Sebastien Diss belegte auch am Sonntag den zweiten Platz. Ich hatte einen riesen Spaß an den Duellen mit Rico gehabt, feixte der 24-jährige Franzose. Zum Schluss konnte ich Penz nicht mehr folgen. Ich wollte kein unnötiges Risiko eingehen und lies ihn davonfahren. Der zweite Platz war mir viel wichtiger. Auf den dritten Rang folgte mit dem Dänen Kim Phillip (Suzuki) ein Pilot, den kaum einer auf der Rechnung hatte. Von Startplatz 14 pflügte er durch das gesamte Feld bis auf das Podium. Ich hatte im Training einen Motorschaden und konnte kaum fahren, erläuterte Phillip seine unauffällige Vorstellung im Qualifying. Grund war eine defekte Zündkerze, die einige Ventile seiner Suzuki zerstörte. Der Sieger des ersten Rennens, Herbert Kaufmann, stürzte in der zweiten Runde. Günther Knobloch (Yamaha Sebring Austria) erlebte 3 Wochen nach seiner Schlüsselbeinoperation ein beschwerliches Rennwochenende. Es war ein komisches Gefühl, als ich am Freitag erstmals wieder auf dem Motorrad saß, gestand der Steirer. Ich wollte an diesem Wochenende auf keinen Fall einen weiteren Sturz riskieren, was mir glücklicherweise auch gelang. Mit den Plätzen 15 und 13 konnte sich Knobloch immerhin 4 Punkte auf seinem Konto gutschreiben lassen. Auch mit dem lahmen Flügel hatte ich mir eine Top 10-Platzierung erhofft, doch es war einfach nicht mehr drin.
In der Gesamtwertung führt Rico Penzkofer mit 41 Punkten vor Sebastien Diss (40), Kim Phillip (29), Herbert Kaufmann (25), Swen Ahnendorp (22) und Michael Peh (19).
|