11. Krka Enduro Primosten 2022
537 StarterInnen genossen den perfekten Endurosaisonauftakt
Wahrscheinlich das schönste Endurorennen des Jahres ging Anfang Mai in Primosten über die Bühne. Die jungen Wilden machten das Podest unter sich aus. Lukas Orthacker gewinnt das zweite Mal in Folge!
Racing und Meer!
Nach der mehrmals verschobenen 10. Ausgabe im Herbst, trafen in Primosten bereits wieder wenige Monate später zum gewohnten Termin Ende April knapp 550 Starter aus 7 Nationen ein. Primosten steht die ganze Woche im Zeichen des Endurosports. Denn neben dem Hauptrennen am Freitag und Samstag, gibt es schon die Tage vorher Discovery Touren und ein kleines aber feines Hard Enduro Rennen. Insgesamt waren die ganze Woche 775 FahrerInnen unterwegs! Doch das Hauptrennen, dass nicht für alle auch wirklich ein Rennen ist, steht für die meisten dann doch im Focus. Das geniale an der Veranstaltung ist neben der Location direkt am Meer, dass man sich aussuchen kann, welche Strecke man fahren möchte. Auch während des Tages. Das heißt, wenn einem während des Rennens ein wenig die Körner ausgehen, kann man jederzeit auf die leichtere Spur wechseln. Im Ergebnis fehlen einem dann halt meisten die Sonderprüfungen, trotzdem ist man in der Wertung und jeder kann auch am Ende des Tages die letzte Sonderprüfung am Strand fahren und sich direkt nach der Zieldurchfahrt an der Strandbar die Geschichten des Tages erzählen. Die Strecke war heuer am ersten Tag rund 150km, am zweiten Tag immerhin noch gut 100km. Und das alles jeden Tag in einer einzige Runde! In der Runde sind neben 2 Sonderprüfungen auf Zeit eben auch einige schwere Streckenabschnitte eingebaut. Die sind technisch anspruchsvoll, aber vor allem körperlich recht anstrengend. Da es in Kroatien den einen oder anderen Stein gibt, kann sich so ein Tag dann ganz schön reinhängen. Aber spätestens wenn man dann die letzten Meter vom Berg mit herrlichen Blick aufs Meer nach Primosten hinunter fährt, sind die Schindereinen des Tages vergessen.
Wer fährt da so mit...
Die Zielgruppe der Veranstaltung könnte nicht größer sein. Der Trend der sportlichen Straßenenduros kommt da gerade recht. Nicht wenige die mit ihren Bikes direkt angereist sind, dann zwei Tage die leichte Spur fahren, um am nächsten Tag wieder nach Hause zu rauschen. Alles möglich. Auf der anderen Seite die ambitionierten Sportler die um jede Sekunde auf den Sonderprüfungen kämpfen. Am Abend an der Strandbar im Ziel sind alle vereint. Dies macht es aus, dass die Veranstaltung so populär ist. Aber auch die über die Jahre sehr professionelle Organisation rund um Marko Borsi und seinem mittlerweile auf 60 Helfer angewachsenen Team. Als Goodie gibts jeden Tag nach der Zielankunft eine Pasta Party, am letzten Tag schmeißt die Stadt Primosten noch eine Sardellen Party und als Abschluss gab es heuer auch noch eine Live Band. Rundumservice von KTM Knopper, X-Grip und ein Waschservice vor Ort. Mehr geht dann bald nicht mehr.
Zum Sportlichen
Lukas Orthacker, der Überraschungssieger aus dem Vorjahr bestätigte seine Form vom Herbst und konnte mit relativ komfortablen Vorsprung vor Jeremias Iby und dem Tiroler Tobias Ebster gewinnen.
Fazit: Sonne, Strand, Meer und eben feinstes Enduro fahren. Urlaub, Sportevent oder einfach das chilligste Rennen im Kalender. Jeder kann für sich diese Veranstaltung sehen wie er möchte, eines ist fix, das Konzept hat sich über Jahre bewährt, die Startplätze sind daher schnell vergriffen und geben dem Veranstalter Recht. Doch der ruht sich nicht auf den Lorbeeren aus, sondern setzt immer wieder noch Eins drauf.
Alles rund ums Krka Enduro und die anderen Veranstaltungen vom TRX Team:
Bericht vom 17.05.2022 | 5.025 Aufrufe