Enduro EM Auftakt

Enduro EM in Portugal mit 4 Österreichern am Start

Jonas Ederer, Valentino Hutter, Tom Hecher und Dominik Spendl nahmen die Anreise von 3000km in Kauf und stellten sich gleich zu Saisonbeginn der internationalen Konkurrenz.

EM Auftakt in Santiago do Casem. Gleich 3 Tage Programm standen für die knapp 100 Starter aus ganz Europa am Programm. Unsere vier Fahrer reisten bereits Mittwoch Abend mit dem Flieger an, da war schon der X-Grip Auflieger von Georg Hutter im Fahrerlager perfekt aufgebaut. So konnte am Donnerstag mit der Besichtigung der Sonderprüfungen begonnen werden. Hier bekamen unsere Fahrer große Augen, sowohl der Crosstest, als auch der Endurotest waren tiefster Sand. Ein Untergrund mit dem keiner in dem Ausmaß gerechnet hat. Hier war vor allem eines gefragt, komplettes Vollgas! Der Extremtest im Gegensatz dazu Hartboden und steinig, eigentlich ähnlich zu einer SP in Österreich.

Am Freitag Vormittags ging es dann geschlossen auf den Sand Testtrack (übrigens mitten in der Stadt!). Jonas Ederer hatte dabei einen heftigen Abstieg, kam aber mit Bluterguss davon. Das Motorrad bedurfte aber ein paar Stunden Zuwendung. Am Abend gab es dann bei Flutlicht uns vielen hunderten begeisterten Fans eine Kopf an Kopf Superenduro wie man es sonst nur bei der WM kennt. Hier konnten sich alle 4 Österreicher gut behaupten, hatte aber für die restlichen Renntage keine Auswirkung. Am Samstag ging es dann so richtig los. 3 Runden zu je 55km mit einem Enduro Test (ca. 7 ½ Minuten), im Anschluss ein Crosstest mit gut 6 Minuten . Beide Test waren sehr ident mit tiefsten Sand wie man ihn sonst nur von GNCC Rennen in Florida kennt. Danach folgte noch ein kurzer Extremtest auf Hartboden mit steinigem Untergrund. Der Test war eher vergleichbar mit Sonderprüfungen wie wir sie in Österreich gewohnt sind.

Danach eine richtig anspruchsvolle Etappe mit vielen Flussdurchfahrten, aber auch anspruchsvollen Auf- und Abfahrten. Der zweite Tag war ident mit dem ersten, jedoch waren die Sonderprüfungen im Sand so richtig tief und zerbombt. So einen Untergrund und Verhältnisse hatten alle 4 Österreicher bislang noch nicht gesehen. Für diese Verhältnisse schlugen sich alle 4 gut, wenn auch mit vielen up and downs.

Jonas Ederer startete am Samstag gut in der ersten Prüfung, leider dann bereits in der zweiten SP einen Bremsdefekt als Folgeschadens des Trainingsstutzes. Nach der Reparatur fuhr er noch die letzte Runde als Training außer Wertung. Am zweiten Renntag sehr gut in die erste Runde gestartet, in den SPs im Mittelfeld der 28 Starter in der Youth 125er Klasse unterwegs, wollte Ederer in der zweiten Runde das Tempo nochmals steigern. Dabei aber zu viele Fehler und Stürze produziert. Am Ende auf den 24. Platz abgerutscht.

Für Valentino Hutter war es der erste EM Lauf überhaupt nach dem Umstieg auf die 125er, war auch für ihn der Ablauf und die Art der Prüfungen Neuland. Dennoch hat er sich schnell eingestellt auf die neue Situation und am ersten Tag mit dem 16. Platz schon mal einen guten Einstieg hingelegt. Speziell der Extremtest lag ihm richtig gut. Auch in den zweiten Tag ist Hutter mit konstanten Zeiten gut in den Tag gestartet, leider hatte er dann im Endurotest im tiefen Sand einen Motorschaden. Damit war der Tag vorzeitig vorbei.

Tom Hecher startete in der Klasse E3 und überraschte gleich vom Start weg mit top Zeiten. Im Laufe des Tages gewöhnte er sich rasch an die ungewohnten Bedingungen, blieb fehlerlos und steigerte sich weiter. Am Ende stand er tatsächlich als 3. am Stockerl des ersten Tages! Damit sein erstes Podium in der EM. Am zweiten Tag dann auch wieder gut hineingefunden. Doch auch Hecher musste ein Motorrad in der zweiten Runde mit Motorschaden unfreiwillig abstellen.

Dominik Spendl war der Österreicher, der die meiste Erfahrung in der EM mitbrachte. Aber auch für ihn war der Untergrund ungewohnt. Spendl haderte am ersten Tag mit kleinen Fehlern, damit Rang 5. Pech für Spendl auch außerhalb der Strecke. In der Nacht machten sich ein paar Langfinger im Fahrerlager zu schaffen. Spendl wurden alle Helme, Gewand, Stiefel und Brillen gestohlen. War dann doch etwas Aktion, damit er voll adjustiert am zweiten Tag am Start stand. Doch dann lief es für Spendl besser. Ein paar Änderungen am Fahrwerk wirkten sich positiv aus und so konnte er sich weiter steigern schrammte mit Rang 4 knapp am Stockerl vorbei.

Großer Dank gilt den Betreuern die per Achse angereist waren und das ganze Wochenende vollen Einsatz gezeigt haben. Ohne Betreuer gehts nicht, damit ist das Team immer auch Teil des Erfolges.

Für Hutter, Hecher und Spendl geht es nach einem Ruhetag gleich direkt weiter nach Fafe zum nächsten EM Lauf der zusammen mit der WM ausgetragen wird. Ederer muss wieder nach Hause die Schulbank drücken. Der Lauf in Fafe wird vom Untergrund gänzlich anders, ähnlich zu unseren gewohnten Verhältnissen, da sollten unsere Jungs wieder richtig gut aufzeigen können.

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Bericht vom 02.04.2025 | 247 Aufrufe

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