Romaniacs Tage 5&6
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Außerhalb von Petrosani gehts sofort ordentlich zur Sache - die Strecke taucht in die dichten Wälder ein und führt direkt in Richtung Berggipfel! Selektive Anstiege durch die Wälder und Single Trails auf den zahlreichen Bergkämmen - entlang der alten Grenzlinien der K.u.K.-Monarchie! Die Strecke ist zwar technisch anspruchsvoll, aber absolut fahrbar für jeden ambitionierten Endurofahrer. Erster Höhepunkt des Tages ist das Skigebiet in Parang, wo die Fahrer ihre Gashand ordentlich aufdrehen müssen und die Skipiste hinaufwedeln! Der Nachmittag bietet einen Besuch in der hinreißenden Stadt Sadu und eine kleine Abkühlung, wenn die Fahrer den Fluss durchqueren. Danach geht es abermals über die satten Wiesen zurück ins Etappenziel nach Sibiu. |
Romaniacs Tag 1 - Prolog Romaniacs Tag 2 - The Appetizer Romaniacs Tag 3- The Challenger Romaniacs Tag 4 - The Charger |
Ergebnisse Tag 5 |
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Der letzte
Tag der Red Bull Romaniacs 2005 bietet die ersehnte Erholung für die Fahrer,
da der Start zum Showdown Race erst am Nachmittag erfolgt!
Das Rennen startet direkt vor dem Hotel Boulevard, die 15 km lange Strecke führt zunächst durch die mittelalterliche Altstadt von Sibiu hinab zum Fluss Cibin, wo die Fahrer den Fluss überqueren und einige andere Hindernisse zu bewältigen haben, bevor es an den Stadtrand nach Gusterita geht. Vor dem Fabriksgelände von Gusterita wird das gesamte Teilnehmerfeld gesammelt und das Rennen um ca. 16:00 Uhr zur spektakulären Special-Stage auf dem Fabriksgelände neu gestartet. Wer schon vom Prolog am ersten Renntag angetan war, der wird von der sensationellen Action der Special Stage wahrlich begeistert sein: die Strecke führt über atemberaubende Hindernisse und bietet einen enorm hohen Schwierigkeitsgrad! Nach dem Fabriksgelände springen die Fahrer noch schnell über den Fluss Cibiu (!) und rasen zurück ins Ziel nach Sibiu! Die Red Bull Romaniacs 2005 endet theoretisch mit der großen Siegerehrung vor dem Hotel Boulevard um 17:00 Uhr - praktisch beginnt erst jetzt die echte Party der Fahrer, die ganz sicher bis in die frühen Morgenstunden dauern wird...! |
Der letzte Renntag der Red Bull Romaniacs 2005 erwachte und abermals hingen dicke graue Wolken am Himmel über Sibiu (ROM). Die Fahrer konnten endlich etwas länger in den Betten bleiben, ihre geschundenen Körper regenerieren und sich auf den finalen Showdown vorbereiten. Unmittelbar vor dem Start um 15:00 setzte dann schwerer Regen ein. Unbeeindruckt vom Regen begeisterte der 18-jährige rumänische Stuntfahrer Mihai Stoichescu die Teilnehmer und hunderte Zuseher mit seinen spektakulären Tricks. Der junge Mann trat bereits mit Stunt-Weltmeister Chris Pfeiffer (GER) zusammen auf und lieferte vor dem Hotel Bulevard in Sibiu einen würdigen Auftakt zum Finale der Red Bull Romaniacs 2005. And then the Pro-Class hit the spectacolous obstacle track. Erich Brandauer (AUT) übernahm unmittelbar nach dem Start die Führung, behielt sie allerdings nicht lange. Bereits in der zweiten Runde über den kurzen aber selektiven Rundkurs durch die Altstadt von Sibiu war einmal mehr Cyril Despres (FRA) auf seiner KTM an der Spitze des Feldes zu sehen...
Ein Sprung in ca. 15 Meter Höhe von einem Betonsilo zum anderen, ein enges Treppenhaus in den oberen Stock eines alten Fabrikgebäudes und dann ein mächtiger Sprung aus dem oberen Stock auf eine Holzrampe - Martin Freinademetz bot den Fahrern seine eigene Vorstellung von einer "ordentlichen" Strecke und sogar die Top-Profis zeigten Respekt vor dieser letzten Herausforderung der Rallye. Cyril Despres stürmte als erster auf seiner KTM in das Fabriksgelände und der Franzose war auch der einzige, der im strömenden Regen alle Hindernisse überwand. Martin Freinademetz hatte eine sogenannte "Chicken Line" für die Fahrer eingeplant - eine Umfahrung der Hindernisse für all diejenigen, die doch mehr Respekt als Mut aufbringen würden.
Zweiter hinter Despres wurde Riaan Van Niekerk. Der Südafrikaner entschied sich zwar bei den Betonsilos für die "Chicken Line", wurde aber trotzdem von den Fans begeistert gefeiert. Der KTM Fahrer lieferte bei seinem Debut bei der Red Bull Romaniacs eine tolle Performance und nahm jede Menge Sympathien und 2.400 Euro Preisgeld mit nach Hause. Der dritte Platz am Podium ging ebenfalls an Südafrika - Darryl Curtis fuhr mit unglaublicher Entschlossenheit und mächtig guter Laune in die Herzen der Zuseher und erntete für seine Ausdauer den Respekt seiner Mitbewerber. Auf dem vierten Platz folgte Erich Brandauer
(AUT), der auf seiner Husaberg zwar täglich ein kühles Bad in irgendeinem
der zahlreichen Flüsse nahm, aber trotzdem ständig unter den Top-5 zu finden
war. Eine solide Leistung des gewaltigen Österreichers! Fünfter im Gesamtklassement wurde Thomas Günther (GER), ebenfalls auf einer Husaberg 550. Thomas hatte im Lauf der Rallye einige kleine Navigationsfehler, sein enormer Speed und seine effiziente Fahrweise brachten den sympathischen Allgäuer aber im Ende doch auf den hervorragenden fünften Platz. Endergebnis Profi-Klasse, 5. August
2005 SPANNENDE ACTION BIS ZUR LETZTEN MINUTE - RUMÄNIEN GEWINNT DIE TEAMKLASSE! Während in der Profiklasse alle Positionen bereits vor dem Showdown bezogen waren, gab es in der Teamklasse einen ungemein spannenden Zweikampf um den Sieg - und das bis zur allerletzten Minute des letzten Renntages. Nach 5 harten Tagen lagen gerade einmal 23 Minuten zwischen den Gesamtführenden Fahrern des Team Egly Racing 1 und den österreichischen Verfolgern vom Team Kornspitz. Hannes Blauensteiner (AUT) kam als erster in das Fabriksgelände und attackierte die extrem schlammige Strecke als wäre der Kurs eine frisch abgezogene MX-Strecke - man muß schon großen Respekt vor der ambitionierten Fahrweise des jungen Niederösterreichers haben. Hannes war der definitiv schnellste Fahrer der Teamklasse bei der Red Bull Romaniacs 2005! Die Spannung im Ziel war deutlich spürbar als Emanuel Gyenes (ROM) vom Team Egly Racing als nächster durch den Red Bull Zielbogen sprang. Jetzt wartete alles auf dei Teampartner, die die Entscheidung über Sieg oder Gratulation auf ihren Schultern trugen. Unter dem begeisterten Jubel der Zuseher und aller Teilnehmer kam Dirt-Girl Lisi Mucha (AUT) ins Ziel, und alle Augen richteten sich auf die Stoppuhr. Konnten die Österreicher mit ihrer entschlossenen Fahrweise das Ergebnis noch umdrehen? Minute um Minute verging und von Laszlo Olah (ROM) war immer noch nichts zu sehen. Doch schlußendlich bog der junge Rumäne in das Fabriksgelände und rettete mit kanppem Vorsprung den Gesamtsieg für sein Team! Eine herausragende Leistung für die Sieger und die Zweitplatzierten - besonders Lisi Mucha verdiente sich den Respekt aller Teilnehmer, die der jungen Wienerin von Herzen gratulierten. Am dritten Platz der Gesamtwertung landete das Team Flatout Fightclub. Das Tiroler Brüderpaar Erik and Oliver Mocker (AUT) konnten ihren Gesamtsieg vom Vorjahr zwar nicht wiederholen, lieferten aber auch 2005 eine solide Performance über den gesamten Verlauf der Rallye. Endergebnis Teamklasse, 5. August
2005 SECHS TAGE VOLL ATEMBERAUBENDER OFFROAD ACTION - DIE RED BULL ROMANIACS 2005 Fahrer aus 10 Nationen und 3 Kontinenten, hunderte technisch anspruchsvolle Kilometer durch die rumänische Wildnis, tausende Zuseher und viele hundert Dosen Red Bull - es wird Stunden dauern, alle dramatischen Momente dieses einzigartigen Events niederzuschreiben. Martin Freinademetz und seine Crew haben monatelang an der Realisierung des Projektes gearbeitet und eines der weltweit härtesten Endurorennen auf die Beine gestellt. Die Fahrer waren begeistert von den Etappen - trotz der unglaublichen Anstrengungen. Und eines kann jetzt schon als sicher gelten
- für die Red Bull Romaniacs 2006 wird sich Martin Freinademetz sicher
wieder "ganz was Feines" einfallen lassen...! |
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Bericht vom 07.08.2005 | 4.800 Aufrufe