Marc Marquez ist MotoGP-Weltmeister 2018!

Der Spanier sichert sich auf seiner Repsol Honda den 7. WM-Titel

Es war zwar absehbar, dennoch lieferte der Spanier Marc Marquez beim MotoGP-Rennen im japanischen Motegi wieder eine herrliche Show auf seiner Repsol Honda ab. Spannend fast bis zur letzten Runde musste sein stärkster Konkurrent Andrea Dovizioso auf Ducati zu viel riskieren und stürzte. Eine Leistungsschau des nun 7-fachen Weltmeisters Marc Marquez!

Irgendwie wirkt die ganze MotoGP wie ein herrlich geplanter Thriller, in dem immer wieder Wendungen passieren und der coole Held am Ende doch noch die Welt rettet. Dieser Held ist natürlich Marc Marquez, der nun, souverän drei Rennen vor Ende der Saison, auf seiner Repsol Honda RC213V den Sack zuschnürt. Eine solche Überlegenheit wirkt auf jeden Unbeteiligten klarerweise etwas langweilig, wer die Rennen der Königsklasse in der heurigen Saison aber mitverfolgt hat, wird wohl eindeutig bestätigen, dass es der erneut gekrönte Weltmeister immer wieder spannend macht.

Marc Marquez verpatzt das Qualifying, Dovizioso auf Pole

In Motegi etwa verpatzt er das vierte freie Training indem er seine perfekt abgestimmte Honda ins Kiesbett wirft und so stark demoliert, dass er das Qualifying mit der Ersatz-Maschine bestreiten muss. Dadurch schaut am Ende von Quali 2 nicht mehr als der sechste Startplatz heraus für Marquez aber wieder mal keine echte Herausforderung. Denn beim WarmUp am Sonntag Vormittag läuft wieder alles wie geschmiert und Marquez schafft beim Rennen auch einen der besten Starts. Dovizioso kann auf seiner Ducati zwar die Pole Position verteidigen, dahinter reiht sich aber sogleich Marquez ein und lauert dort fast das ganze Rennen lang auf seine Chance.

Gemäßigtes Tempo in der MotoGP erhöht die Spannung

Das Tempo, das Dovi vorlegt, ist daher lange Zeit nicht das, was die beiden ersten gehen könnten, was wiederum der Spannung dieses WM-Laufs sehr zuträglich ist Cal Crutchlow etwa kann sehr lange die Pace der beiden Erstplatzierten mitgehen, dahinter kann sich Valentino Rossi auf der leider immer noch unterlegenen Yamaha lange halten und auch die beiden Suzukis mit Alex Rins und Andrea Iannone zeigen wieder mal auf, dass sie bereits mehr Potential als die Yamaha haben, indem sich Rins am Ende gegen Rossi durchsetzt, Iannone stürzt leider in der 15. Runde.

Marquez setzt sich an die Spitze, Dovizioso stürzt

Erst ab sechs Runden vor Schluss machen Dovizioso und Marquez Ernst und hängen Crutchlow am dritten Platz, Rins und Rossi ab. In der 21. Runde macht Marquez dann das entscheidende Manöver und überholt Dovizioso, der zwar danach am Hinterrad des Spaniers klebt, in der vorletzten Runde aber einen entscheidenden Fehler macht: Er will in der Kurve vor der Passage, in der er einen Angriff auf Marquez starten möchte, besonders viel Schwung mitnehmen und stürzt dabei ziemlich unspektakulär über das Vorderrad. Er kann dann auch weiterfahren, ein Kampf um den Sieg, den er im WM-Fight mit Marquez unbedingt gebraucht hätte, ist aber somit unmöglich und Marquez kann die letzte Rennrunde ohne Druck fertig fahren.

Marc Marquez ist der jüngste 7-fache Weltmeister!

Damit erreicht der jüngste siebenfache Weltmeister Level 7 was dank seinem Bruder Alex Marquez vor der Fan-Tribüne mit einem Podest in Spielkonsolenform überschwänglich gefeiert wird. Wie sehr Marc diesen Titel verdient hat, merkt man unter anderem an den Reaktionen der Gegner, die sich allesamt einig sind, dass Marquez auch in dieser Saison einfach wieder mal der stärkste Fahrer war. Mittlerweile muss man Marquez auch ein gewisses Talent zum Taktieren zugestehen, wenn auch die spanische Grinsekatze stets betont, dass er eigentlich immer um den Sieg kämpfen möchte was für uns Zuseher natürlich seine beste Taktik ist!

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Bericht vom 22.10.2018 | 10.548 Aufrufe

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