Superbike - Rennen Sachsenring: Siege für Tode und Rizmayer

Arne Tode und Gabor Rizmayer konnten auf dem Sachsenring mit den Wetter-Kapriolen am besten umgehen und sicherten sich die Siege in der IDM Superbike.

Superbike - Rennen Sachsenring: Siege für Tode und Rizmayer

Die Siege in der IDM SUPERBIKE gingen am Rennwochenende der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft vor 30.750 Zuschauern auf dem Sachsenring an den Honda-Piloten Arne Tode und den Ungarn Gabor Rizmayer (Suzuki).

Beim Vormittagsrennen unter abtrocknenden Bedingungen holte sich Lokalmatador Arne Tode (Honda) seinen zweiten Saisonsieg vor dem Meisterschaftsführenden Jörg Teuchert (Yamaha) und dem österreichischen Ducati-Piloten Günther Knobloch. Das zweite Rennen am Nachmittag fand unter kühlen Bedingungen und Dauerregen statt. Hier hatten die Regenspezialisten die Nase vorn. Der Budapester Gabor Rizmayer holte sich den Sieg mit einem energischen Finish vor dem Briten Chris Burns (Honda) und dem Schweizer Roman Stamm (Suzuki).Burns sammelt mit Rang vier im ersten und Rang zwei im zweiten Rennen die meisten Punkte aller SUPERBIKE-Piloten auf dem Sachsenring.

Das Zeittraining am Samstag endete mit einem gelungenen Comeback des Österreichers Andreas Meklau, der mit seiner Yamaha die schnellste Runde in 1:25,784 Min. auf die Piste legte. Pole Position für den ehemaligen Superbike-WM Piloten. Ebenfalls in die erste Startreihe schafften es sein Markenkollege Jörg Teuchert, der Ducati-Pilot Günther Knobloch und Gabor Rizmayer (Suzuki). Der Kampf um die Pole Position wurde bereits im ersten Training entschieden, da es am Nachmittag bei nasser Strecke keine Verbesserungsmöglichkeiten gab.

Lauf 1:

Wegen der zu Beginn noch nassen Strecke hatten beim Vormittagsrennen alle Piloten Regenreifen aufgezogen. Gleich nach dem Start holte sich Meisterschafts-Anwärter Jörg Teuchert die Führung und legte einen kleinen Vorsprung zwischen sich und die Verfolger. Doch die konnten wieder aufschließen. Günther Knobloch und Arne Tode waren in der vierten Runde am Hinterrad des Vizemeisters von 2008. Knobloch übernahm sogar die Führung für drei Runden. Dann ging die Spitze an Arne Tode. Der Glauchauer legte bei seinem Heimrennen eine starke Performance hin und setzte sich ab Runde 12 immer mehr von seinen Verfolgern ab. Zeitweilig betrug sein Vorsprung über 8 Sekunden.

"Es war schon in der Warm up-Runde klar, dass es abtrocknen würde. Dass es aber so schnell geht, hätte ich nicht gedacht. Aber ich habe mich auf meine Mechaniker und die Pirelli-Jungs verlassen. Die haben gesagt, der Reifen funktioniert auch noch, wenn es trockner wird. Und so war es dann auch! Auf dem Sachenring zu gewinnen, ist einfach geil.", so Arne nach dem Rennen.

Jörg Teuchert verteidigte Position zwei bis ins Ziel. "Ich habe mich nicht getraut, einen härteren Reifen zu verwenden.", so Teuchert nach dem Rennen. "Hinterher ist man immer schlauer. So habe ich nach der zehnten Runde gedacht, ich habe keine Hinterreifen, sondern Kaugummi hinten drin. Ich wusste Knobi ist hinter mir, und das war dann schon ganz schön kritisch. Aber es hat gepasst."

Günther Knobloch freute sich über seinen Podiumsplatz ebenfalls sehr. "Ich wollte nicht so früh attackieren und habe erst ganz zum Schluss den Chris (Burns) noch mal gekontert und da hat es gereicht."

Für den Briten Chris Burns ist der vierte Rang ein starkes Ergebnis. Der Ersatzpiloten für den verletzten Meister Martin Bauer sitzt erst zum zweiten Mal auf der Honda des Teams um Jens Holzhauer.

Mit deutlichem Rückstand von über 20 Sekunden auf die ersten Vier belegte Gabor Rizmayer Rang fünf vor der eigentlichen Überraschung des Laufes. Honda-Pilot Mark Weihe aus Petershagen hatte in den 16 Rennen der vergangenen Saison insgesamt nur 2 Punkte herausgefahren. Mit seiner tollen Leistung am Sachsenring sind es jetzt schon zehn in dieser Saison.Der Trainingsschnellste, Andi Meklau fuhr in der elften Runde an die Box.

Lauf 2:

Lauf zwei am Nachmittag fand unter kühlen Bedingungen und Dauerregen statt. So setzten sich am Ende auch die Regenspezialisten durch. Andi Meklau fehlte bereits in der Startaufstellung. Anfangs war es wieder Teuchert, der sein Heil in der Flucht suchte. Bis zu neun Sekunden betrug sein Vorsprung. Doch ab Runde sechs kamen die Verfolger näher. Ein Fehler in Runde elf kostete nicht nur die Führung, sondern brachte den Meisterschaftsführenden wohl auch aus dem Rhythmus.

Teuchert fuhr danach an vierter Position hinter dem Briten Chris Burns, dem Schweizer Roman Stamm und dem Ungarn Gabor Rizmayer. Am Ende passierte auch der Niederländer Ghisbert van Ginhoven (Ducati) den Franken – Teuchert wurde Fünfter und holte weitere wichtige Punkte.

Für viele Piloten ging das Rennen vorzeitig zu Ende. Patric Muff und Arne Tode fuhren an die Box. BMW-Pilot Werner Daemen stürzte.

Um den Sieg fighteten Burns, Stamm und Rizmayer und Knobloch. Der Ungar startete in der vorletzten Runde seinen großen Angriff und passierte erst den Schweizer Stamm und dann auch Burns. Danach ließ er sich vom Spitzenrang nicht mehr verdrängen. "Mein Sieg fühlt sich großartig an. Ich wollte eigentlich schon im ersten Rennen auf das Podium. Danach habe ich etwas an den Reifen geändert, nahm härtere Regenreifen als zuvor. Und das hat am Ende des Rennens exzellent funktioniert.", so Gabor Rizmayer bei der Pressekonferenz.

Chris Burns holte sich als Zweiter sein erstes IDM-Podium. Mit 33 Punkten fuhr er sogar die meisten Punkte aller IDM SUPERBIKE-Piloten am Wochenende ein. "Ich kannte ja die Strecke schon von 2004. Das erste Rennen heute war wie ein Test für mich, ich bin ja mit dem Motorrad noch nicht unter diesen Bedingungen gefahren. Und so hatte ich nach dem Rennen eine gute Idee für das Setup für Lauf 2. Ich habe sogar gehofft, das Rennen zu gewinnen, aber in der letzten Runde war Rizmayer nicht zu halten. Ich gratuliere den anderen beiden Piloten. Mein Team hat einen fantastischen Job gemacht. Danke. "

Beim Kampf um Rang drei landete Günther Knobloch in der letzten Kurve, beim Versuch außen an Roman Stamm vorbei zu gehen, im Kies. Doch der Österreicher rappelte sich schnell wieder auf und schaffte mit verkohlter Kupplung noch Rang acht.

Hinter Rizmayer, Burns, Stamm, van Ginhoven und Jörg Teuchert sorgte Stefan Nebel mit Rang sechs für ein versöhnliches Ende des Sachsenring-Ausflugs der KTM-Piloten, die beide große gesundheitliche Probleme hatten. Immerhin bleibt Nebel im Gesamtklassement weiter auf dem zweiten Rang. Hier führt Teuchert mit 172 Zählern weiter deutlich vor Nebel (100 Punkte), Tode (98), Rizmayer (79) und Werner Daemen (78).

In der Markenmeisterschaft ist Honda näher gekommen. Yamaha hat 223 Punkte auf dem Konto, Honda 188. Von den IDM-Neulingen behauptet sich KTM mit 154 Zählern vor BMW (112).

©adrivo Sportpresse GmbH
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Foto: ©Toni Börner

Bericht vom 24.06.2009 | 2.740 Aufrufe

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