20 Jahre Aspang Race 2023
Wir haben einen alten, neuen Staatsmeister, Feichtinger zog durch
Vielleicht das wahrscheinlich legendärste Endurorennen in Österreich erfreut sich mehr denn je größter Beliebtheit. Diesmal war selbst 4 fach Weltmeister Andrea Verona und Micheal Walkner am Start!
Das Aspang Race feierte heuer sein 20. Jubiläum
Kein Wunder, dass dieses Rennen aus dem Rennkalender nicht wegzudecken ist. Es ist einfach anders, einfach lässig. Nicht umsonst nach dem Erzberg mit Abstand das größte Enduro Rennen in Österreich. Der Grund liegt aber nicht nur an der genialen Location in dem Kaolinbergwerk, es ist die perfekte Organisation, die flüssige Strecke die für jeden fahrbar ist, für viele die Party am Abend oder auch die gewaltigen Gewinne bei der Verlosung. Mastermind Bernhard Spitzer hat seine Hundertschaft an Helfer perfekt im Griff, alles flutscht, und wenn am Samstagabend die Festzeltstimmung am Höhepunkt ist, sind die Streckenbauer schon wieder dabei alles bestmöglich für den zweiten Renntag vorzubereiten. Respekt und Gratulation dem Team für diese Leistung! Am Freitag ist Anreise- und Trainingstag. Alles sehr entspannt, am Nachmittag in die Panier und einwenig herum cruisen und die Steilhänge erkunden. Am Abend schon mal die erste warmup Party im Festzelt. Einzigartig ist auch der Ausstellerbereich, hier sind verschiedenste Händler vor Ort um mit Ersatzteilen, neuen Mopeds oder Gewand zu unterstützen.
Weltspitze am Sart
Bernhard Spitzer schafft es immer wieder absolute Top Stars der Szene an den Start zu bringen. Diesmal war es ein Aufeinandertreffen von zwei Enduro Weltelite Fahrern die nicht unterschiedlicher hätten sein können. Auf der einen Seite der 4 fache Weltmeister Andrea Verona aus Italien der den absoluten Speed hat. Und auf der anderen Seite unser Aushängeschild in der Hardenduro Elite Michael Walkner. Eigentlich auf der technischen Seite zu Hause, zeigte er mehr als gekonnt, dass er auch richtig schnell kann.
Samstag Renntag
Samstag ist immer der Hauptrenntag. 3 Stunden Renndistanz, die Masse an Fahrern aufgeteilt auf zwei Rennen. Und eigentlich sah im Vorfeld wettertechnisch nach einem absolut perfekten Rennwochenende aus. Dies galt auch für die erste Gruppe. Am Nachmittag waren dann unter anderem die ÖM Klassen und die vorhin genannten Topstars am Start. Nach etwa einer Stunde kam dann ein gewaltiges Gewitter mit Schüttregen. In ganz Ostösterreich war sonst kein Regen zu sehen, nur lokal in der Region Aspang. Die Strecke entwickelte sich in einen großen See, die Abfahrten zu Bachbetten. Es war so schräg zu fahren, dass die meisten Fahrer schon wieder Spaß hatten sich bei solchen Verhältnissen durchzubeissen. Weniger Spaß hatten allerdings all jene, die zu tiefe Wasserlacken erwischten und Wasser ansaugten, oder auch jene die in den Waldauffahrten die letzten Kräfte mobilisierten. Nach 3 Stunden waren auch bei den meisten die Bremsbeläge durch. All das war aber einem relativ egal. Andrea Verona hatte nur in der ersten Runde einen Crash als er auf einen vor ihm fahrenden auffuhr und den Steilhang hinunter fiel. Ab der zweiten Runde wieder an der Spitze gab es ein lässiges Battle mit Michael Walkner. Doch Verona zog konstant durch und ließ keinen Zweifel, wer an diesem Tag die Nummer eins war. Dennoch großen Respekt von Michael Walkner der richtig fetten Speed zeigt. Auf Rang drei Walter Feichtinger.
Nach dem Rennen ist vor dem Rennen
Nach dem Rennen konnte sich kaum jemand vorstellen, dass am Sonntag ein reguläres Rennen zu fahren ist. Daher war erstmal für viele das Partyzelt die nächste Challenge. Wie jedes Jahr gab es auch heuer wieder eine fette Verlosung mit echt coolen Preisen. Der Hauptpreis einer 300er KTM aber echt ein Knaller. Und schon während der Siegerehrung wurde verkündet, dass die Strecke bereits aufgearbeitet und wieder fertig für den zweiten Renntag ist!
Sonntag Renntag
Wie immer wird beim Aspang Race auch viel Wert auf den Nachwuchs gelegt. Daher gab es am Samstag schon Trainings mit den Top Strs und am Sonntag Vormittag dann Rennen im Steinbruch. Ich auch für die Kids wie immer gewaltig. Am Sonntag sind wie immer etwas weniger Starter am Ablauf, aber wegen dem nicht weniger spannen. Auch deshalb, da Verona und Walkner jeweils im Team unterwegs waren. Walkner mit Tobias Ebster und Verona mit seinem Mechaniker Clemens Forsthuber. Letztere konnten die Teamwertung für sich entscheiden. In der ÖM overall war diesmal Walter Feichtinger siegreich und konnte damit vorzeitig seinen 3. Staatsmeistertitel gebührend feiern. Zweiter wurde Marcel Schnölzer vor Maurice Egger. Ja und übrigens ging auch das Rennen am Sonntag nicht ohne Regen über die Bühne, aber diesmal in normalen Mengen von oben. Die Strecke hat übrigens super gehalten. Auch deshalb, da das Team vom Aspang Race immer rechtzeitig reagiert, und nachgebessert hat.
Fazit: Aspang ist einfach einmalig und deshalb auch so beliebt. Sicher auch, weil es seinen Wurzeln treu blieb und für alle Fahrerniveaus eine coole Strecke bietet und sich nicht in die Hardenduro Richtung entwickelt. Und das ist auch gut so, Vollgas macht hat auch richtig viel Spaß! Gratulation an Bernhard Spitzer uns seinem Team für die perfekte Organisation.
Alle Ergebnisse sind unter folgenden link zu finden: