Die Dakar rollt wieder!

Aussie Toby Price war beim Prolog zur Rally Dakar der Schnellste

Am Neujahrstag erfolgt der Startschuss zur 45. Auflage der Rally Dakar, beim heutigen Prolog hatten zwei Australier die Nase vorne: Toby Price (KTM) setzte sich mit einer Sekunde Vorsprung vor seinem Landsmann Daniel Saunders (GasGas) durch. Platz drei belegte Ross Branch (Hero) aus Botswana, der Österreicher Matthias Walkner (KTM) wurde Siebenter.

von wolf am 31.12.2022

Zum vierten Mal steigt die Dakar in Saudi-Arabien

Zum vierten Mal findet das Offroad-Spektakel nun schon in Saudi-Arabien statt. Die diesjährige Rallye geht über 14 Etappen. Insgesamt müssen 8.540 Kilometer bewältigt werden, davon werden 4.706 Kilometer gewertet. Der Startschuss für die erste Etappe fällt am Neujahrstag in der Nähe von Yanbu im sogenannten "Sea Camp"  am roten Meer, wo heute auch der 13 Kilometer lange Prolog ausgetragen wurde. Die Piloten werden dann am 15. Jänner in Dammam am Persischen Golf das Ziel erreichen.

Die "üblichen Verdächtigen" werden um den Sieg kämpfen

Der Kreis der Favoriten ist groß und umfasst die "üblichen Verdächtigen". Neben Titelverteidiger Sam Sunderland auf GasGas werden ganz sicher auch die drei KTM-Werksfahrer Toby Price, Kevin Benavides und Matthias Walkner ein gewichtiges Wörtchen mitreden. "Bei so einer langen Rally kannst du nicht alles planen", weiß der österreichische Dakar-Sieger von 2018, "da hat man nicht alles in der Hand, wird man auch das Glück des Tüchtigen brauchen. Aber ich glaube, ich bin gut vorbereitet, ich fühle mich fit, ich fühle mich voll motiviert." Im Vorjahr belegte Walkner den ausgezeichneten dritten Platz, in der heurigen Saison wurde er zwar von einer Schulter-Verletzung gebremst, für das wichtigste Rennen des Jahres ist er aber rechtzeitig wieder fit geworden. Daher zählt er sich auch selbst wieder "zu den etwa zehn Fahrern, die um das Podium rittern werden - und wenn man am Podium ist, dann fehlt auch nicht viel zum Gewinnen." Immer auf der Rechnung haben muss man auch die starken Honda-Piloten Ricky Brabec (USA), Pablo Quintanilla (Chile), Joan Barreda Bort (Spanien) und der von Yamaha geholte Adrien Van Beveren (Frankreich) wollen ein gewichtiges Wörtchen im Kampf um die begehrte Trophäe mitreden.

Zeitgutschriften für jene, die vorne wegfahren müssen

Wie jedes Jahr, wurde auch heuer wieder ordentlich am Regelwerk geschraubt. Da geplante, neue "Mirror Roadbook" mit unterschiedliche Routenverläufen nach dem Zufallsprinzip, mit denen man verhindern wollte, dass Fahrer aus taktischen Gründen auf Etappensiege verzichten,, wurde allerdings kurz vor der Veranstaltung wieder verworfen. Nun gibt es für die ersten Starter der jeweiligen Etappe einen Zeitbonus: Der jeweils erste Starter bekommt bis maximal zum ersten Tankstopp eine Zeitgutschrift von 1,5 Sekunden pro Kilometer. Der zweite Tagesstarter erhält eine Sekunde pro Kilometer Zeitgutschrift und der dritte Fahrer erhält eine halbe Sekunde pro absolviertem Kilometer. Eröffnet der Sieger des Vortages die Etappe und bleibt bis zum ersten Tankstopp an der Spitze des Feldes, kann er eine Gutschrift von maximal fünf Minuten erhalten. Wird er vor dem ersten Tankstopp eingeholt und überholt bekommt der neue Etappenführende, vom Zeitpunkt der Führung bis zum Tankstopp, die 1,5 Sekunden und der neue zweite, eine Sekunde gutgeschrieben. Mit diesem neuen System sollen die großen Nachteile der bisherigen Regeln ausgeglichen werden. Diese Regelung gilt für alle Etappen, außer der Letzten!

Prolog war nur ein (schnelles) Vorgeplänkel - am Neujahrstag geht’s los!

Beim heutigen Prolog über nur 13 Kilometer wurde schon einmal kräftig Gas gegeben. Auch wenn er für das Ergebnis der Dakar keine Rolle spielte, wollten die Cracks schon einmal erste Duftmarken hinterlassen. Was vor allem den beiden Australiern Toby Price und Dan Saunders gelang, die auf der kurzen Strecke einen Vorsprung von 9 bzw. 8 Sekunden auf die zeitgleichen Ross Branch, Joan Barreda Bort, und Kevin Benavides. Walkner fasste als Siebenter so wie der Deutsche Sebastian Bühler (Hero) 11 Sekunden aus. Aber das zählt alles nichts, wenn die 125 Motorrad-Piloten heute die erste Etappe über 367 Kilometer (davon 234 gewertet) mit Start und Ziel im "Sea Camp" in Angriff nehmen. Insgesamt sind bei der diesjährigen Dakar 820 Teilnehmer aus 68 Nationen in den verschiedenen Klassen am Start.

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