Rallye Bulgarien Tag 4
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Kurz vor dem Ziel gab es am vierten Tag ein Gustostückerl für die Enduristen. Die "Brandauer Stones" | |
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Man hat es riechen können. Veranstalter Joro hatte noch nicht alles
gegeben. Die ersten drei Tage liefen zu glatt. Die Tracks waren relativ
kurz und auch nicht zu schwierig. Für den heutigen Tag wurden knifflige
Stellen angekündigt. Zum Beispiel die "Brandauer Stones". Jenes Meer aus
Steinen welches vor einigen Jahren, angeblich unbezwingbar, von Erich
Brandauer erstbestiegen wurden. Nun ist es Teil der Hobbyspur. Klar
haben die heimischen Enduristen schon einige Spuren herausgefahren, doch
Kinderjausen ist es immer noch keine. Und eine lange Auffahrt durch den
Wald soll uns auch bevor stehen, erfuhr man bei der Fahrerbesprechung. Doch schon am Morgen gab es zum "warm werden" eine knifflige Auffahrt über Schotter und Wurzeln. Der Puls kletterte rasant und nach 10 Minuten war man eigentlich schon wieder bereit für die Liege am Pool. Doch es sollte noch nicht alles gewesen sein. Bis hin zur herzhaften Auffahrt warteten noch wunderschöne Waldpassagen und kurze Verbindungsetappen auf Feldwegen. Die Auffahrt im Wald kündigte sich dann wie üblich an. Plötzlich standen Zuseher quasi mitten im Nirgendwo und hatten ein breites Grinsen im Gesicht. Irgendwie erinnert mich das an eine johlende Horde Römer aus Gladiatorenfilmen. In der Szene wo die tapferen Kämpfer raus in die Arena eskortiert werden. Man sammelte Mut und Schwung und sah am rechten Rand noch ein Schild mit "Hobby" und "Expert" und ein paar Pfeilen. Doch die anwesenden Bulgaren machten mit deutlichen Handzeichen klar, dass nun keine Zeit für Leseübungen oder Denkpausen ist. Doch die ganzen alten Herren aus der OMMA Crew trudeln tatsächlich alle brav ein. Niemand wählte die Chicken-Line, alle gaben volles Rohr am Berg. Pariasek Ralph, Kettner Martin, der weiße Thomas, Decker Thomas und Patrick Killmeyer waren gut auf Kurs. Eigentlich ein Wunder was aus diesen alten Leibern noch rauszuholen ist... Auch den "Experts" spielen sich kleine Dramen ab. Der bisher zweitplatzierte Ben Diesel aus Graz hat bei seiner 300er KTM leider die Kupplung vernichtet und muss sich geschlagen geben. Den Angriff auf den führenden Bulgaren muss nun sein steirischer Landsmann Manfred Kargl alleine reiten. Und er reitet gut! Bei den "Brandauer Stones" hängt er dem Bulgaren 11 Minuten um und fasst kurz zusammen "in den Bergen haben die Bulgaren keine Chance, auf den schnellen Stücken geben sie irre Gas!" Alle drücken die Daumen - endlich mal jemand in der Partie mit dabei der dem Nesut das Wasser reichen kann. Ich selbst hab schon den Rückflug gebucht und beende meinen Fotographen und Reporterjob hier. Ich werde während die anderen ihre Ziel-Bierlis genießen, beim Onkel Doktor das Knie ansehen lassen. Der Ex-KTM Rallye Medizinmann Ralph Pariasek ist hier im Fahrerlager ein Engel und hilft, tröstet und diagnostizierte einen Kreuzbandriss an meinem Knie. Der Job als begleitender Reporter ist eben hart und gefährlich. |
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OMMA Präsident Martin Kettner entweiht die Brandauer Stones. Die Bulgaren müssen nun eine neue "unfahrbare" Sektion für 2013 suchen. |
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Egal wie hart die Etappe auch für. Ein Wheely für den Fotographen geht immer. | Clemens ist neu im Endurosport und noch sehr hilfsbereit. Er hilft hängengebliebenen Gegnern und sammelt deren verlorene Plastikteile ein. Mal sehen wie lange noch... |
Ergebnisse Crazy Job Tag 4 EXPERT
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>>>ActionPics aus Bulgarien - Tag 4
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Text: NastyNils |
Bericht vom 02.08.2012 | 4.033 Aufrufe