Das sind die besten günstigen Einsteiger-Reiseenduros 2023

1000PS Top Awards: Die Empfehlungen der 1000PS-Redaktion

Die 1000PS-Redaktion hat heuer schon zahlreiche Modelle getestet und wählt nun ihre Favoriten. Diese 10 günstigen Reiseenduros konnten 2023 am meisten überzeugen.

von Gregor am 08.09.2023

Das Reiseenduro-Segment ist mittlerweile dermaßen vielschichtig und divers, dass inzwischen auch bei den Einsteiger-Reiseenduros eine anständige, breite Auswahl verfügbar ist. Was zählen wir als "günstige Einsteiger-Reiseenduro"? Ein Neupreis von unter 10.000 € und maximal 75 PS waren hier die Voraussetzung. Die V-Strom 650 liegt mit ihrem österreichischen Listenpreis zwar knapp über dieser Grenze, ist aber inzwischen eigentlich fast ständig zu Aktionspreisen erhältlich. Außerdem haben wir den Begriff Enduro etwas breiter gefasst, um die Kawasaki Versys 650 trotz ihrer 17-Zoll Bereifung inkludieren zu können. Sie passt von ihrem Charakter, Fahrverhalten und Preis wesentlich besser zu den Einsteiger-Reiseenduros, als zu den Crossover-Bikes. Es sei aber gesagt, dass alle Motorräder auch in mehreren Kategorien antreten und dort auch im Rennen um die Top Awards auftreten.

Das Abstimmungsverfahren bei den 1000PS Top Awards

Wie werden die Sieger und Verlierer bei den 1000PS Top Awards ausgewählt? Die Jury besteht aus zehn 1000PS-Testern: Nils, Vauli, Horvath, McGregor, Poky, Mex, Zonko, NoPain, Wolf und Juliane. Zur Wahl stehen sämtliche Motorradmodelle, die 2023 neu bei den Herstellern erhältlich waren. Es müssen also keine 2023 neu vorgestellten Modelle sein. Die Tester wählen unabhängig voneinander ihre Lieblingsbikes auf die Plätze 1 bis 14. Jedes nicht gewählte Motorrad bekommt automatisch den 15. Platz zugewiesen. Aus dem Durchschnitt der zehn Einzelrankings ergibt sich die Gesamtwertung. Da nicht alle Tester mit allen Motorrad-Segmenten vertraut sind, durften auch Kategorien ausgelassen werden. Dann wird das Gesamtranking von weniger Einzelpersonen bestimmt, das Ergebnis bleibt aber unverfälscht. Noch ein Spezialfall sind Motorräder, die nur sehr kurz oder nur einigen wenigen Testern greifbar waren. Diese können logischerweise nur von denjenigen bewertet werden, die sie auch gefahren sind und werden dadurch von den anderen nicht ins Ranking aufgenommen und mit Platz 15 belegt. Es kommt also hin und wieder vor, dass Motorradmodelle eigentlich sehr positiv empfunden wurden, in der Wertung aber hintere Plätze belegen, weil sie nur von einem Teil der Jury bewertet werden konnten. Eine blöde Komplikation, doch bei ständig wechselnden und teils stark variierenden Verfügbarkeiten kaum vermeidbar.

Knappes Rennen und hitzige Diksussionen - 1000PS Top Awards für günstige Reiseenduros

Motorradfahren ist eine sehr unterschiedlich gelebte Leidenschaft. Gerade bei vielseitigen Motorrädern wie Reiseenduros offenbaren sich diese Unterschiede bei den Ansprüchen und Wünschen, die Fahrer und auch wir Tester an die Maschinen haben. Entsprechend hitzig waren teilweise auch die Diskussionen in der Redaktion, als die Ergebnisse des Top Award-Rankings besprochen wurden. So wurde zum Beispiel die Kawasaki Versys 650 von allen auf die Plätze 1 bis 4 gewählt, nur Nils setzte sie auf den achten Platz. Sie sei eben keine echte Reiseenduro und deswegen für ihn nicht weiter vorne. Dennoch schafft sie es durch die sonst sehr positive Beurteilung gemeinsam mit der Honda CRF300 Rally ex aequo auf den dritten Platz. Nils' strenge Beurteilung hat dabei einen großen Effekt, da das Rennen zwischen den Einsteiger-Reiseenduros wirklich extrem knapp ist. Nur zwei Punkte liegen zwischen Platz 1 und 5.

Platz 3: Honda CRF300 Rally & Kawasaki Versys 650 - Doppel-Bronze bei den 1000PS Top Awards der günstigen Einsteiger-Reiseenduros

Zwei recht unterschiedliche Motorräder schaffen es gemeinsam auf den dritten Platz. Die Versys 650 wird von einem Teil der Jury sehr positiv bewertet, konnte aber anscheinend nicht alle überzeugen. Die CRF300 Rally wiederum hat von niemanden Bestnoten bekommen, wird aber von allem zum oberen Drittel gezählt und landet so auch auf Platz 3. Die Honda konnte dabei vor allem die Offroad-affinen Piloten überzeugen. Sie ist in dem Segment der Einsteiger-Reiseenduros eine der wenigen Maschinen mit 21-Zoll Vorderrad und echten Ambitionen fürs lose Gelände. Ihre Leistung von 27 PS mag am Asphalt zwar keine Rennen gewinnen, aber sobald es abenteuerlicher wird, wiegen das niedrige Gewicht, recht lange Federwege und eine passende Ergonomie deutlich schwerer. Für mehr Details, schaut euch unsere Testberichte zu Honda CRF300 Rally an. Die technischen Daten und aktuellen Preise zur Honda CRF300 Rally findet ihr hier.

Die Kawasaki Versys 650 konnte wiederum die Pragmatiker, Alltags- und Vielfahrer überzeugen. Sie mag streng genommen keine Enduro sein, doch ansonsten fühlt sie sich mit den langen Federwegen, der aufrechten Sitzposition und gutem Windschutz wie eine sehr alltagstaugliche, einfach zu handhabende Reiseenduro an. Ihre Unkompliziertheit wurde auch schon bei unseren zahlreichen Tests der Kawasaki Versys 650 hochgelobt. So schafft es die eigentlich altbekannte Versys auch 2023 noch aufs Podest. Alle technischen Daten und aktuellen Preise der Kawasaki Versys 650 findet ihr hier.

Platz 2: KTM 390 Adventure - 1000PS Top Awards der günstigen Einsteiger-Reiseenduros

KTMs kleinste Adventure holt sich die Silber-Medaille unter den Einsteiger-Reiseenduros. Von 5 der Juroren bekommt sie sehr gute Platzierungen, der Rest sieht sie zumindest im obersten Drittel. Überzeugen kann ihr sportlicher, quirlig hochdrehender Motor in Kombination mit gutem Handling und für diese Klasse recht üppiger Ausstattung. Schließlich kann sie mit einem Quickshifter ausgestattet werden, ein echtes Alleinstellungsmerkmal unter den A2-Motorrädern. Auch Offroad-Passagen kann die KTM ganz passabel unter die Räder nehmen, wie sie bei diversen Tests der KTM 390 Adventure unter Beweis stellen konnte. Mit so einem Alleskönner-Paket spielte sie bei den Top Awards ganz vorne mit, musste sich schlussendlich aber einer stärkeren und extrem robusten Konkurrenz geschlagen geben. Alle technischen Daten und aktuellen Preise zur KTM 390 Adventure gibt es hier.

Platz 1: Suzuki V-Strom 650 - 1000PS Top Awards der günstigen Einsteiger-Reiseenduros

Fällt unter die Kategorie: Alte Schule, beste Schule! Es mag manch einen überraschen, aber ja, das Urgestein V-Strom 650 wird noch immer von Suzuki produziert. Seit 2004 überzeugt die kleine V-Strom mit einer Kombination aus Alltagstauglichkeit und Abenteurer-Qualitäten. Sie ist in ihrer Charakteristik ähnlich zur Versys 650, bietet mit ihrem V2-Motor aber noch mehr Wumms aus der Mitte des Drehzahlbandes und mit einem 19-Zoll Vorderrad bessere Offroad-Performance. Mit diesem seit Jahren bewährten System und dadurch fast durchgängig guter Noten der Jury hat sie es überraschenderweise auf Platz 1 der Einsteiger Reiseenduros geschafft. Alle Testeindrücke und Details gibt es in unseren Testberichten zur Suzuki V-Strom 650. Alle aktuellen Preise und Daten der Suzuki V-Strom 650 gibt es hier.

Egal ob on- oder offroad: Die Suzuki V-Strom 650 kann auch 2023 noch als extrem vielseitige, doch preiswerte Reiseenduro überzeugen.

1000PS Top Awards der günstigen Einsteiger-Reiseenduros - Die Top 10

PlatzierungMarkeModell
1.SuzukiV-Strom 650
2.KTM390 Adventure
3.HondaCRF300 Rally
3.KawasakiVersys 650
5.HondaCB500X
6.CFMOTO700MT
7.Royal EnfieldHimalayan
8.BMWG 310 GS
9.BenelliTRK 502 X
10.VogeRally

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