Woodstock Enduro 2016
Friedliches Endurofest in Türnitz
Kein Geheimtipp mehr! Beim Woodstock Enduro fährt man ganz leiwand Enduro. Tolles Rennen in Türnitz! NastyNils war mit dabei.

Leider kein Geheimtipp mehr ist das Woodstock Enduro in Türnitz. Die ehemaligen ACC Macher rund um Bernd Hupfauf haben gemeinsam mit einer riesigen Helfertruppe ein richtig schönes Rennen auf die Beine gestellt. Leider deshalb, weil das Enduro-Event immer sehr rasch ausverkauft ist und nicht alle Teilnehmer starten konnten die gerne starten würden.
Der Modus des Events ist leicht erklärt. Man nehme eine 6km lange Runde durch die wunderschönen Wäldereien rund um Türnitz. Dort wird am Freitag ein lockeres Training ohne Pflichten geboten. Das oder besser gesagt die Rennen starten dann am Samstag. Um 11 startete das 3 Stunden Race und um 16 Uhr das 2 Stunden Rennen. Besonders motivierte Piloten konnten beide Rennen absolvieren und punkteten damit in der zähen Marathon Klasse.
Marathon Klasse mit 5 Stunden Intensivprogramm
Ich selbst stand mit meiner KTM 450 EXC ebenfalls in der Marathon Klasse mit am Start. An den Vortagen hatte es teilweise heftig geregnet, doch irgendwie hat es die Streckencrew vor Ort geschafft einen wunderbaren Lauf hinzuzaubern. Es gab in der ersten Runde noch Staus an einzelnen Stellen, doch die Crew reagierte rasch, packte die Motorsäge aus und löste sämtliche Verstopfungen auf.
Die Teilnehmer konnten dann mehrere Stunden lang Waldluft schnuppern und feinstes Enduro genießen. Eine Hassliebe entwickelten dabei einige zu den blank polierten Wurzeln. Diese kosteten viel Konzentration boten aber auch eine perfekte Trainingsmöglichkeit. Nirgendwo anders ist man so gefordert wie bei einer mit nassen und blanken Wurzeln garnierten Schrägauffahrt. Präzise und mit guter Linienwahl waren alle Abschnitte dann immer wieder ein fordernder, aber am Ende des Tages geiler Genuss.
Herbert Lindtner siegt auf der Yamaha WR 250F in der Marathon Klasse
Kein Genuss war es dem Herbert Lindtner auf seiner Yamaha WR 250 F zuzusehen. Zumindest nicht als Teilnehmer. Denn er zeigte vor, welch hohen Speed man über eine Distanz von 5 Stunden auf einem solch fordernden Terrain gehen kann. Herbert fuhr insgesamt 25 Runden und lag damit am Ende eine Runde vor Philipp Indlkofer und Rene Allram. In der Marathonklasse waren ingesamt 58 Teilnehmer am Start. Klar spulten da nicht alle so viele Runden ab wie Herbert Lindtner und Co. Aber 5 Stunden Fahrzeit waren trotzdem eine richtig geile und schweißtreibende Aufgabe. Ich selbst packte 15 Runden und landete damit auf Rang 22. 10 mal also hatte ich Freude dem Herbert zumindest für einen kurzen Augenblick bei seinem famosen Ritt zu beobachten.
Das wohl härteste Rennen wird jedoch im Frühjahr 2017 ausgetragen. Nämlich dann, wenn die Anmeldung fürs Woodstock Enduro 2017 online geht. Dann ist es vorbei mit dem friedlichen und kollegialen Schwitzen im Walde. Die Ellbogen werden ausgefahren und der Run auf die begehrten Startplätze geht los. Gnadenlos!
Foto: Anna Larissa Redinger / btw auch die Siegerin der Damenwertung mit 10 Runden beim 3h Rennen.
Bericht vom 09.06.2016 | 3.943 Aufrufe