Interview Birch
Interview Chris Birch | |
Der Gewinner der Roof of Africa und der RedBull Romaniacs im Interview |
|
![]() |
|
Interview mit einem der erfolgreichsten Extremenduro Fahrer der letzten Jahre. Chris Birch aus NZL ist in der Szene kein Unbekannter. So ist er regelmäßig bei den härtesten Rennen rund um den Globus fast immer am Podest und hat immer ein Lächeln auf den Lippen. Seine größten Erfolge waren der Sieg bei der diesjährigen Romaniacs und der Sieg bei der Roof of Africa der letzten beiden Jahre. Edi Ederer wollte mehr von dem jungen Kiwi wissen und hat Ihn heuer beim Erzberg kurz ausgequetscht. |
|
Chris erzähl mal, wie bist du zum Motorradfahren gekommen? Ich bin mit Motorräder in NZL aufgewachsen, mein Vater und meine Mutter sind immer schon gefahren und so bin ich quasi im Fahrerlager jedes Wochenende unterwegs gewesen. Bis 16 hauptsächlich auf Trials, dann erst mit Enduros. So bin ich bis 23 in NZL in den nationalen Meisterschaften herumgefahren die bei uns fast an jedem Wochenende stattfinden. Wie ging es dann weiter mit deiner Karriere? Ich bin dann ein paar Enduro EM Rennen in Europa gefahren wo wir uns in Polen getroffen haben ( 2005 traf ich Chris auf der EM in Lublin nachdem wir beide unsere Motorräder in einer Wasserdurchfahrt versenkt hatten. Meine brachte ich wieder zum laufen, seine war hinüber, so hab ich ihn 15km durch die polnische Wildnis geschleppt.)
Es lief aber nicht ganz nach Wunsch. Ich wünschte ich hätte damals auf deine Einladung gehört und wäre gleich den Erzberg gefahren dann hätte ich mir eine Menge Rennen und Bucks
erspart und wäre gleich bei dem gelandet, was ich am besten kann.
Wie schaut dein Alltag in NZL aus, wie verdienst du deine Brötchen? Ich arbeite aushilfsweise in einem Ingenieurbüro, aber hauptsächlich mache ich Trainingscamps während der Saison. Das ist richtig cool! Zu den großen Rennen flieg ich dann immer meist 24h lang bis ich in Europa bin. Aber mein Fokus ist in NZL, dort bin ich zu Hause und dort ist meine Familie und meine Frau Monica. Was wünscht du dir für die Zukunft? Wie soll deine Karriere weiter verlaufen? Ich möchte gerne nächstes Jahr die ganze Extrem Enduro World Championship fahren. Ein weiterer Traum an dem ich arbeite ist die Dakar. 2012 will ich bei der Dakar am Start stehen. Ich weiß das ganze kostet mich eine ganze Menge Geld. Also sollte sich das ganze schön langsam selbst finanzieren, sonst muss ich überlegen ob ich nicht schön langsam zurückschalte und einen Job annehme bei dem ich Geld verdiene. Ich werde heuer 30 und hab noch nichts außer einen 10 Jahre alten Van und ein Mountainbike. Wie schaut der Plan für den heurigen Erzberg aus? Letztes Jahr war echt schwierig für mich. Es war das härteste Rennen für mich. Ich hatte zuvor ein Endurocross in NZL gemeinsam mit Red Bull organisiert mitten in einer Stadt mit über 10.000 Zuseher - das hat mich zeitlich sehr gefordert und kam kaum zu trainieren. Ich reiste sehr spät an und hatte ordentlichen Jetleg in den Beinen. Heuer bin ich viel besser vorbereitet. Letztes Jahr hatte ich einen guten Start, bin vorne weggezogen und bin dann eingegangen. Anmerkung: Auch heuer lief es nicht nach Plan. Beim Carls Dinner auf Rang 5 liegend und schwer am aufholen nach einem schlechten Start, schlug er sich den Kupplungsdeckel kaputt und damit war das Rennen vorbei. Bist du noch nervös wenn du am Start eines Rennen stehst? Oh ja, und wie. Es ist beängstigend, jedes mal das selbe. Es fängt schon an wenn ich ins Flugzeug steige! Echt. Noch ein paar Worte die du loswerden möchtest? Ich mag Wiener Schnitzel! Der Erzberg ist der beste Extrem Enduro Wettbewerb auf der Welt. Definitiv! Die ganze Weltklasse kommt hier her in die kleine Stadt für eine Woche und hat eine tolle Zeit hier. Danke Chris und viel Glück! |
|
|
|
Interessante Links: |
Text:
edi-e |
Bericht vom 08.07.2010 | 4.740 Aufrufe