Romaniacs Tag 4
Red Bull Romaniacs 2010 | |
Tag 4 |
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(v.l.) Birch, Bolton, Gutzeit, Lettenbichler | |
Der vierte Offroad-Renntag in der rumänischen Wildnis bot Spannung und hochkarätigen Extrem-Endurosport vom Start weg. Wie erwartet startete der Brite Graham Jarvis auf den letzten 126 km eine eindrucksvolle Aufholjagd auf den Gesamtführenden Chris Birch. Mit dabei bei der Jagd auf die 2010er Romaniacs-Krone waren heute auch noch der Deutsche Andreas Lettenbichler (BMW) und der Brite Paul Bolton (KTM). Der Neuseeländer Birch ging heute mit einem 23-Minuten Vorsprung auf Graham Jarvis in den letzten Renntag. Auch wenn der Polster eigentlich für einen ungestörten Gesamtsieg gereicht hätte, attackiert Birch unter erneut schwierigen Bedingungen wie kein Zweiter und nimmt Jarvis sogar weitere 6 Minuten bis ins Ziel ab. Damit festigt der 29-jährige eindrucksvoll seine Stellung als einer der absoluten Topfahrer in der Extrem-Enduroszene. Mit all meinen technischen Problemen in den letzten Tagen war ich mir nicht einmal sicher, ob ich diese Romaniacs überhaupt beenden werde. Das sich jetzt sogar mein erster Gesamtsieg ausgegangen ist, macht mich überglücklich., sagt der sympathische Ausnahmekönner im Ziel. Der Brite Jarvis hatte seine Ambitionen auf einen Podiumsplatz nach seinen kapitalen Motorproblemen am zweiten Offroad-Renntag eigentlich schon abgeschrieben. Mit der typisch britischen Never give up-Attitüde begann Jarvis sein Rennen am dritten Tag quasi neu, und kämpfte sich sogar bis auf Schlagdistanz zur Spitze zurück. Am Ende fehlte dem talentierten Ex-Trialer nicht einmal eine halbe Stunde auf den Sieg. Chris konnte heute noch ordentlich zulegen und fuhr ein herausragendes Rennen. Ich bin sehr zufrieden mit meinem zweiten Gesamtrang, denn eigentlich war mein Rennen ja de facto schon vorbei., charakterisiert Jarvis seine Romaniacs 2010. |
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Birch vor Jarvis und Letti |
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Nach seinem Vorjahressieg ging BMW-Werksfahrer Lettenbichler auch 2010 voll motiviert an den Start der Red Bull Romaniacs, doch schon der erste Offroad-Renntag dämpfte Lettis Ambitionen. Der Deutsche knackste sich nach einem heftigen Abstieg von der Hartware gleich mehrere Rippen an und musste an den folgenden Tagen mit erheblichen Schmerzen zurechtkommen. Lettenbichler aktivierte seine ganze Willenstärke fuhr ein mehr als beeindruckendes Rennen. Schlussendlich fehlte dem 35-jährigen Rosenheimer etwas mehr als eine Stunde auf Chris Birch. Mehr war heuer definitiv nicht möglich, die Bedingungen waren durch die Regenfälle wirklich extrem. Ich hab zusätzlich noch mit ziemlichen Schmerzen zu kämpfen gehabt, deshalb kann ich mit dem Podiumsplatz wirklich zufrieden sein., sagt Lettenbichler. Wie gewohnt sorgte Romaniacs-Mastermind Martin Freinademetz auch am gestrigen vierten und letzten Offroadtag für Angst und Schrecken im gesamten Starterfeld. Der Schlusstag ist traditionell der härteste der gesamten Rallye, sofern da eine Steigerung überhaupt noch möglich ist. Da müssen die Pilotinnen und Piloten inmitten der traumhaften Kulisse rund um Sibiu noch einmal ordentlich Qualen erdulden. Erich Brandauers bestes Romaniacs-Ergebnis war ein vierter Platz im Jahr 2005. Im Vorjahr war er als Achter bester Österreicher. Heuer wurde es Rang 10. Er ist auch der einzige rot-weiß-rote Finisher. Es war heuer unglaublich hart. Ein gemütliches Sparvereinstreffen ist die Romaniacs ja sowieso nicht. Aber bei einem Wetter wie heuer trifft dich die Gewalt der Natur mit voller Wucht, so der 40-jährige Steinmetzmeister aus Pottenstein (Nö) |
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Video vom vierten Tag |
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RBR 2010 - Die einzelnen Tage im Überblick |
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Interessante Links: |
Text:
wetzelsberger, steffen, arlo |
Bericht vom 01.07.2010 | 4.030 Aufrufe