C-ABS in der IDM
C-ABS in der IDM |
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Erster Einsatz beim letzten Rennen |
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Martin Bauer beim Testen des C-ABS in einer Serienmaschine. Jetzt will er mit dem System ins Rennen gehen. |
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Erster Renneinsatz für Hondas elektronisches Combined ABS-System. Der zweifache Deutsche Meister Martin Bauer wird beim Superbike-IDM-Finale in Hockenheim erstmals die CBR1000RR Fireblade des Holzhauer-Teams mit dem elektronisch gesteuerten Antiblockiersystem von Honda einsetzen. Wenn kommendes Wochenende (12./13. 9.) das Finale zur Internationalen Deutschen Superbike-Meisterschaft im Motodrom in Hockenheim über die Bühne geht, rollt erstmals eine knapp 200 PS starke Superbike-Rennmaschine mit ABS-Technik an Bord an den Start. Der zweifache Deutsche Meister Martin Bauer wird eine Fireblade CBR1000RR mit elektronisch gesteuertem Combined ABS pilotieren, die Honda-Händler Jens Holzhauer vom Team Holzhauer Racing Promotion HRP aus Wittenberge rennfertig vorbereitet. | |
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Anpassung des C-ABS für den Racing-Einsatz. |
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Die Entscheidung dazu fiel nach erfolgreichen Testfahrten. Martin Bauer: Ich habe diese Technik zunächst an Serienbikes ausprobieren können und war gleich begeistert. Dann folgten Tests mit meiner IDM-Rennmaschine. Weil das Fahren bei Renntempo im absoluten Grenzbereich stattfindet, habe ich mir gewünscht, das ABS an das straffere Racing-Fahrwerk und die Rennreifen anzupassen. Deshalb hat Honda inzwischen ein ABS-Steuergerät mit geändertem Setup geliefert. Damit haben wir zuletzt eineinhalb Tage am Lausitzring getestet und es hat funktioniert wie gewünscht noch besser. | |
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Nicht der Fahrer, die ECU berechnet die optimale Verteilung der Bremskraft zwischen Vorder- und Hinterrad. |
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Bauers Teamchef wird für die ABS-Rennsport-Premiere zwei neue Fireblade-Superbikes mit elektronisch gesteuertem Combined ABS präparieren. Jens Holzhauer: Wir können damit Geschichte schreiben, das reizt mich. Ganz so einfach ist es aber nicht. Zum Beispiel müssen wir passend zu den ABS Komponenten den Auspuff und eine Carbon- Heckinnenverkleidung neu anfertigen lassen. Abgesehen vom Steuergerät bleibt das ABS nahezu unverändert, die Modulatoren sind absolut serienmäßig. Etwas Gewicht konnten wir einsparen, weil zum ABS-Serienkabelbaum Elektrikteile und Leitungen gehören, die man an einer Rennmaschine nicht benötigt. Das hilft, das Mehrgewicht von 10 auf 6 Kilo zu reduzieren. |
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6 statt 10 Kilo C-ABS für die Rennmaschine. |
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Antiblockiersysteme waren im Motorrad-Rennsport bisher nicht üblich, auch wenn sich diese Sicherheitstechnik im öffentlichen Straßenverkehr bei Bikes längst auf breiter Front durchgesetzt hat. Honda jedoch brachte zur Saison 2009 mit dem elektronisch gesteuerten Combined ABS für die 1000er Fireblade und die CBR600RR das weltweit erste Antiblockiersystem speziell für Sportmotorräder auf den Markt. Martin Bauer hatte diese Technik bereits parallel zu den ersten Saisonrennen an seiner HRP-Fireblade getestet. Geplant war zunächst, Ende Mai beim dritten IDM-Lauf am Nürburgring mit Hondas neuem ABS-System im Rennsport zu debütieren. Leider verletzte er sich unverschuldet kurz zuvor beim zweiten IDMSaisonrennen in Oschersleben und fiel mit Handverletzungen mehrere Monate aus. Damit war auch das ABS-Projekt auf Eis gelegt. Nun jedoch, zum Saisonfinale in Hockenheim, findet die ABS-Premiere im Motorradrennsport statt. | |
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Text: Honda, kot |
Bericht vom 11.09.2009 | 7.177 Aufrufe