ACC 2007 Auftakt

Saisonstart in der dichten Enduro Liga. Erstes Rennen am 28. April in Schrems.

ACC 2007

Cross Country ist Racing fürs Volk. So präsentiert sich die erfolgreiche Enduro Serie auch in der Saison 2007. Eine gelungene, zweistündige Mischung aus Enduro und Motocross. Die Strecken sind flüssig, die Stimmung ist gut. Europaweit nehmen an den Serien des Promotors 1.500 Starter teil. 1000PS berichtet von jedem Rennen.

 

Die ACC-Klassen

 

Ausreden gibt es hier wirklich keine. Die Klasseneinteilung in der ACC macht Platz für Endurofahrer mit unterschiedlichstem Background. Auf der einen Seite stehen die Profis, welche vor großem Medieninteresse um den begehrten Gesamtsieg in der Klasse 1 fahren. Auf der anderen Seite starten echte Einsteiger welche ihr erstes Endurorennen auf einer entschärften Strecke erleben dürfen. Adrenalin garantiert, endlich mal richtig dreckige Endurowäsche ebenso.

  • Klasse 1: Professionals

  • Klasse 2: Semi-Professionals

  • Klasse 3: Sportfahrer 2-Takt

  • Klasse 4: Sportfahrer 4-Takt <450ccm

  • Klasse 5: Sportfahrer 4-Takt >450ccm

  • Klasse 6: Damen, Senioren mit Geburtsjahr 1962 und früher, Young Riders Fahrer der Geburtsjahre 1990 oder später auf Maschinen mit max. 125 ccm/250 ccm 4-Takt

  • Klasse 7: Anfänger

Die ACC-Anmeldung

 

Für jene Enduro-Fahrer, welche mehrere Rennen fahren möchten besteht die Anmeldung aus 2. Schritten.

  1. Muss man sich in die ACC (Austrian Cross Country Challenge) Serie einschreiben.

  2. Muss man für jede einzelne Veranstaltung einen Nennung abgeben. Klarerweise ist es von großem Vorteil, wenn man sich hier so früh wie möglich für die Wunschtermine entscheidet. Der erste Lauf im Waldviertel ist in einigen Klassen schon ausgebucht. Vor Ort winseln um noch einen Platz zu ergattern bringt nix.

Wer nur einzelne Läufe fahren möchte, kann sich auch als Gaststarter in die Gästeklasse einschreiben. Diese startet aber anders als die anderen Klassen erst am 2. Veranstaltungstag (das ist meist der Sonntag).

Für Endurofans deren familiäres Leben auch nach einem Rennwochenende noch weiter gehen soll, ist die ACC Serie DIE perfekte Veranstaltung. Denn wenn man möchte kann man Rennen, Anreise und Heimreise locker in einem Tag verpacken. Schlecht für die Familie, aber gut fürs Pflegen von Freundschaften im Fahrerlager ist natürlich die 2-tägige Variante mit Fahrerlagerumtrunk am Abend nach dem Rennen.

Die ACC-Termine

 
  1. 28./29. April Schrems

  2. 19./20. Mai Reisersberg

  3. 30. Juni / 1. Juli Nagycenk

  4. 1./2. September Türnitz

  5. 21./22. September Mattighofen

Die sportliche Seite

 

In der Königsklasse 1 stehen auch heuer wieder eine Vielzahl von siegeshungrigen Piloten am Start. Vorjahressieger Rudi Pöschl hat mit starker Konkurrenz seiner KTM-Markenkollegen zu rechnen. Pöschl punktet vor allem mit viel MX-Erfahrung, während Daniel Stocker und Bernie Walzer auf viel Enduro-Erfahrung zurückgreifen können. Je nach Witterung und Streckenlayout kann sich die Rolle des Favoriten schnell verschieben. Willy Reiter stellt 2007 die Supermoto in die Ecke und konzentriert sich voll und ganz auf die ACC Serie. Ein Podest ohne orange Beteiligung wird es wohl bei keinem Rennen geben.

Für Husaberg steigt auch heuer wieder Erich Brandauer in den Ring. Er kann vor allem dann punkten, wenn die anderen zu fluchen beginnen. Wird es knifflig und selektiv, kommt fahrerisch niemand an den zigfachen Trialstaatsmeister heran.

Die Veranstaltercrew selbst sitzt aber auch nicht nur im Fahrerlager herum, sondern gibt auch kräftig Gas. Bernd Hupfauf und Dieter Happ stehen mit KTMs am Start.

Joe Lechner wird vermutlich für BMW an den Start gehen. Neben HP2 und G 650 X kommt ja demnächst auch eine sportliche 450er Enduro von BMW. Eventuell geht sich damit ja noch ein Lauf in der Saison 2007 aus.

Leistung im Überfluß haben die Enduropiloten vom Aprilia Team zur Verfügung. Niki Stelzmüller geht für die Fa. Niederleitner mit einer 450er an den Start, Peter Bachler greift zur Sicherheit ins Volle und nimmt die 550er mit brachialer Leistung. Neu im Job und schon auf der Rennstrecke ist Aprilia Verkaufsleiter Andreas Hengstberger. Sein Ziel muss klar sein: Auf alle Fälle seinen Vater Heli Hengstberger herbrennen. Damit die vielen Aprilia Pferde auch auf den Boden kommen, wird die Crew von Bridgestone Österreich mit Reifen versorgt. Günter Gahleitner von Bridgestone ist als Wasserträger mit von der Partie.

Doch auch aus dem Ausland ist mit starker Beteiligung zu rechnen. Simo Kirssi steht schon in den Startlöchern und wartet auf ein einsatzbereites 450er Sportgerät von BMW. Thomas Günther, der Seriensieger von 2004 und 2005 gibt wieder mit Husaberg Gas.

Mit am Start sind auch wieder die Bürohengste aus Mattighofen. Im KTM-Werk steigt nach jedem ACC-Lauf die Krankenstandsrate sprunghaft an. Ob die Ursache im Rennen selbst oder eher am harten Samstag Abend liegt sei dahingestellt. Wir warten auf alle Fälle seit Jahren auf ein Comeback von Enduro-Guru Joachim Sauer. Noch bleibt er im Fahrerlager seiner Gitarre treu, doch irgendwann erwischt das Racing-Fieber alle.

Nicht vergessen wollen wir auch auf die österreichische Nummer 1 in Sachen Enduro: Werner Müller. Er steht mit der übermächtigen KTM 950 Superenduro R am Start. Auf schnellen Strecken wird er für Sensationsergebnisse gut sein.

Für LIVE-Berichterstattung auf 1000PS sorgen auch heuer wieder Suzki Lietz -Racer Edi Ederer und NastNils. Die Hoffnung auf sportliche Erfolge stirbt zuletzt.

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Bericht vom 23.04.2007 | 2.137 Aufrufe

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