Bilder: Norwegen Reisebericht - Ein Traum auf zwei Rädern
Während sich auf den Stränden die Liegen aneinander reihen und man sich nur mit Ellbogeneinsatz einen Weg zum Wasser bahnen kann, suchen wir Motorradfahrer nach mehr. Weg vom Massentourismus, weg von überfüllten Stränden und ab ins Abenteuer! Auf der Suche nach kurvigen Straßen, schöner Landschaft und angenehmen Temperaturen ist Gregor im Auftrag von 1000PS nach Norwegen gefahren. Mehr dazu im Bericht.
Im Hintergrund: Norwegen, wie es leibt und lebt. Im Vordergrund: Die Honda CB500X. Ausgestattet mit SW-Motech Gepäcksystem, Metzeler Roadtec 01 und TomTom Rider 550. Da kann dann ja fast nichts mehr schiefgehen.
Wer sich schöne Landschaften erst im Norden Norwegens erwartet, der irrt gewaltig. Vom Hafen aus nur 10 Minuten landeinwärts beginnt schon die Idylle.
Der Preikestolen, eine der berühmtesten Sehenswürdigkeiten Norwegens. Über 600 m geht es senkrecht hinunter zum Wasser. Erreichbar ist das Plateau nur durch eine ca. 2 stündige Wanderung. Doch...
...der Ausblick macht die Strapazen des Aufstiegs wieder wett.
Traditionelle norwegische Holzhütten mit begrünten Dächern und bunten Fenstern und Türen bieten überall im Land günstig und sehr idyllisch Unterkunft.
Ein Traum auf zwei Rädern: Selbst kleinste und abgelegene Straßen ohne Verkehr sind asphaltiert und oft in top Zustand. Dazu kommt der späte Sonnenuntergang, der einem maximalen Fahrspaß bis in die Nacht hinein ermöglicht. Zeitpunkt der Aufnahme des Fotos: 22:02 Uhr
Die Hansestadt Bergen ist mit ihren windschiefen Holzhäusern und engen Gassen nicht nur sehr ansehnlich, sondern bietet auch eine interessante Geschichte. Einzig das Wetter ist eher unvorteilhaft. 248 Regentage pro Jahr machen Bergen zur "Regenhauptstadt" Europas.
Doch mit der richtigen Ausrüstung ist auch Schlechtwetter kein Problem. Man beachte den professionellen Einsatz von Baumarkthandschuhen.
Hauptsächlich kommt in Norwegen das Wasser aber doch von unten. Von oben scheint den Großteil unserer Reise die Sonne und angenehme 20°C bieten perfektes Motorrad-Wetter.
Apropos "kann nichts schiefgehen": Pflichtbewusst wird auch die Zugänglichkeit von Ersatzteilen in Norwegen getestet. Nach einem eleganten Sturz beim Wenden ist klar: Die Verfügbarkeit ist eher suboptimal. Im Falle einer abgerissenen linken Fußraste muss man dann schon mal 500 km fahren, um an Ersatz zu kommen.
Der Utsikten-Aussichtspunkt markiert vielleicht den Höhepunkt der Gaularfjellet-Straße, doch auch sonst ist sie ein richtiges Schmankerl. Vom Fjord hinauf in die Berge und wieder runter ins Fjord auf top Asphalt, durch viele Kurven und kaum Verkehr. Leiwand!
Die Fahrt zwischen den Nationalparks Breheimen, Jotunheimen und Reinheimen ist landschaftlich ein Highlight Norwegens.
Das Gebirgsplateau hat mit seiner schroffen Felslandschaft einen gewissen urtümlichen und urgewaltigen Charme.
Abenteuerlustige können diesen Charme auf unbefestigten Wegen ausschöpfen.
In einer Tour staunt man über gewaltige Felsmassive und atemberaubende Panoramen. Rundherum ragen die höchsten Gipfel Norwegens in den Himmel.
Diese Wahnsinns-Szenerie bietet auch jede Menge Möglichkeiten für tolle Fotostopps.
Gletscher, Schmelzwasserseen und Schneewehen zieren die Umgebung der Straße.
Am Ende des Gebirgsplateaus folgt das nächste Highlight: Der Geirangerfjord. Von oben ist der Blick auf Norwegens bekanntesten Fjord ein Traum.
Auch der namensgebende Ort Geiranger ist mit seinen durchfließenden Bächen und Wasserfällen traumhaft schön. Doch die Bekanntheit hat ihre Nachteile. Der Ort ist von Touristen komplett überlaufen.
Das Ende des Berglandes markieren die ebenso berühmten Trollstigen. Diese "Stiegen der Trolle" winden sich in engen Spitzkehren neben riesigen Wasserfällen talwärts hinunter.
Und nicht nur die Fahrerei, sondern auch der Ausblick der Trollstigen kann sich sehen lassen.
Knapp südwestlich von Kristiansund liegt die Atlantikstraße. Mittels Brücken "hüpft" sie auf spektakuläre Weise mitten im Meer von einer Mini-Insel zur nächsten. Leider ist dieses Stück nur 8 km lang und mit zahlreichen Geschwindigkeits-Begrenzungen belegt.
Auf dem Weg nach Süden liegt der längste Straßentunnel der Welt, der Laerdalstunnelen. Doch wenn 25 km Fahrt in Halbfinsternis nicht verlockend klingen, es gibt auch die Auerlandsfjellet-Straße über den Berg. Diese etwas wellige Straße bietet ordentlich Fahrspaß...
...und noch mehr leiwande Aussichten.
Fazit: Norwegen ist mit seinem rauen, urzeitlichen Charme ein Traum für Motorradfahrer, welche sich an leiwanden Landschaften und Panoramen laben wollen und die vor etwas feuchtem Wetter nicht zurückschrecken.
Galerie von: 1000PS Internet GmbH
hochgeladen am 08.08.2019