Lars finished
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Junger Österreicher finished am Erzberg | |
Der junge Niederösterreicher Lars
Enöckl etabliert sich beim härtesten Enduro-Rennen der Welt endgültig in
der Offroad-Elite. Als einer von nur neun Fahrern erreicht Enöckl beim
Red Bull Hare Scramble den Gipfel des legendären Erzbergs. Damit gibt
der 22-jährige heuer zum bereits zweiten Mal seine Visitkarte bei einem
internationalen Top-Event ab. Hier die Presseaussendung des Lunzers. |
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Das Gefühl im Ziel war gewaltig! Ich bin unglaublich glücklich, heute habe ich mir einen Lebenstraum erfüllt!, so Lars Enöckl am Sonntag nach seinem fast vier Stunden langen Kampf ins Ziel in der Erzberg-Arena. Der Kampf um den Gipfelsieg beim Hare Scramble 2011 wird als Meilenstein in die Chronik des Erzbergs eingehen: kaum zuvor war das Rennen derart spannend. Und mit Sicherheit war das Rennen noch nie so hart! Schon bei besten Wetterbedingungen ist die Strecke auf den Erzberg beinhart und technisch schwierig. Doch diesmal haben Niederschläge und alles andere als sommerliche Temperaturen die 35 Kilometer zu einer Tortur für Mensch und Maschine gemacht. Von 1900 Startern haben es 500 an den Start des Hare Scrambles und gerade einmal neun über alle Checkpoints bis ins Ziel geschafft. Zum erlauchten Kreis dieser
Ausnahme-Enduristen gehört nun auch Lars Enöckl. Der KTM-Pilot trägt
sich als Neunter ins Gipfelbuch ein: Es war vom Start bis ins Ziel
richtig hart. Ich bin wahnsinnig stolz! Doch ohne die Hilfe meines
sensationellen Teams hätte ich das nie geschafft. So bedankt sich
der Mann aus Lunz/See (NÖ) bei seinen zahlreichen Helfern aus der
Heimat, den ausgestiegenen Fahrern (Niki Stelzmüller, Robert Lietz, Alex
Sedlmaier) die extra nach vorne fuhren um ihm zu helfen und vor allem
bei Erich Brandauer: Erich war im Ziel mindestens so fertig wie ich,
schmunzelt der 22-jährige über seinen fast doppelt so alten
Trainingspartner. Brandauer war ursprünglich selbst ins Hare Scramble
gestartet. Als er aber im Stau vor einer Engstelle zu viel Zeit verloren
hatte, stieg Brandauer aus dem Rennen aus, um Lars Enöckl am Weg nach
oben zu unterstützen. Der zig-fache Trial-Staatsmeister hat Enöckl nicht
nur seine Muskelkraft zu Verfügung gestellt, sondern auch seine
jahrelange Erfahrung und Routine gerade am technisch oft grenzwertigen
Erzberg: Bei den extremen Passagen hat Erich mir oft die beste Linie
gezeigt und mir dadurch geholfen, nicht in gefährliche Situationen zu
kommen. |
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Auf seinem neunten Platz ist Lars Enöckl in guter Gesellschaft. Direkt vor ihm hat sich Chris Birch platziert. Der Neuseeländer hat zuletzt die beiden Extrem-Rallyes Roof of Africa und Red Bull Romaniacs gewonnen. Dougie Lampkin auf Platz 2 ist 18-facher Trial-Weltmeister. Und Erzberg-Sieger Taddy Blazusiak ist auf dem Weg, eine Legende zu werden: hat er doch nun unglaubliche fünf Erzberg-Siege in Folge geschafft! Mit seiner Leistung am Erzberg hat Lars Enöckl heuer bereits zum zweiten Mal gezeigt, welches Potential er im Hardenduro-Sport hat. Vergangenen Februar hat er beim ähnlich harten Hells Gate in der Toskana mit einem 12. Platz erstmals an die Tür der Welt-Elite geklopft. So kanns weitergehen, lacht der Architekturstudent. Er bereitet sich nun auf den nächsten internationalen Härtetest vor: von 16.bis 20.Juli 2011 ist Enöckl bei der Red Bull Romaniacs in Sibiu/Rumänien im Einsatz. |
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Bilder: gepa, lafer |
Bericht vom 01.07.2011 | 2.325 Aufrufe