ACC Nagycenk
Normalerweise gehe ich doch mit gesundem Optimismus in ein Endurorennen. Der Optimismus hält dann auch meistens bis kurz nach dem Zieleinlauf an und verfliegt erst beim Analysieren der Ergebnisliste. "Was? War ich wirklich so langsam?". Diesmal war es genau umgekehrt. Schlecht vorbereitet, ohne Trainingsrunde und schlecht in Form stolperte ich zum Start der 450er Klasse. Die ersten 2 Runden waren die Hölle. Ich war der Meinung es hat mich schon längst das gesamte Feld überholt als immer und immer wieder neue Racer an mir vorbeifuhren. Der Staub war höllisch und ich fand überhaupt keinen Rhythmus. Ich war die ersten 2 Runden ausschließlich damit beschäftigt eine Ausrede zu finden um das Handtuch zu werfen. Meine Lieblingsgegner aus dem KTM Büro Hannes R. und Martin W. dürfen diesmal nicht als Sieger vom Feld gehen. Ich könnte die Luft aus den Reifen lassen und so einen Patschen vortäuschen! Doch plötzlich fing es an zu laufen. Meine Kanten folgte plötzlich meinen Befehlen, die Unterarme wurden leichter und die 2 Stunden vergingen wie im Flug. Durch den schlechten Start vermutete ich zwar das gesamte Feld hinter mir, aber immerhin bin ich durchgekommen. Doch scheinbar hatten auch einige andere Piloten einen schlechten Start. Platz 33 von 55 bezeichne ich gerne als gutes Mittelfeld. Besonders dann wenn meine KTM Freunde Martin W. und Hannes R. hinter mir durchs Ziel kommen. Die Ehre der KTM Bürohengste hat Winny Kerschhaggl gerettet. Er fuhr mit 9 Runden auf Platz 7 in der 2 Takter Klasse. |
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Fotos vom ACC Lauf in Nagycenk. | |
![]() Ö3 Nachrichtensprecher Christian Panny fährt 7 Runden |
![]() Fruchtbarkeitssymbole am Helm der Enduristen |
![]() Jimmy Cool Bernd Hupfauf hatte wieder alles im Griff |
![]() Anspannung vor dem Start der Damen um 10 Uhr |
![]() links im Bild Yamaha Star Harald Wetzelsberger. Rechts im Bild sein persönlicher Betreuer Joe L. |
![]() Auch der Nachwuchs gibt in Nagycenk fest Gas. Tolle Leistung mit den 65erl und 85erl! |
![]() Dichtes Starterfeld in allen Klassen! Es geht los. |
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![]() Unglaublich wie lange man den Bauch einziehen kann |
![]() Yamaha schickt echte Stars mit Werksunterstützung ins Rennen |
![]() Einfahrt in die Staubhölle. Erstaunlicherweise ist nix passiert. |
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![]() Suzuki Star P. Nesuta gibt Feuer - Platz 2 bei den Senioren |
![]() Berzerk schwört Rache. Der Nesut muss hergebrannt werden. |
![]() Der Medienmogul A.Werth landete mit dem Hubschrauber im ACC-Fahrerlager. Das Motorrad wurde von einem Lakaien zum Start gebracht. Anschließend geht es weiter zum Krabbencocktail mit Größen aus der Motorradbranche beim IDM-Lauf. |
![]() Peter Nesuta witterte seine Chance in der Seniorenklasse und holte sich Platz 2. Das bringt wichtige Punkte für die Enduroking Wertung. Doch die biologische Uhr tickt für mich. Irgendwann werde ich den Nesut herbrennen. Spätestens dann wenn er vorm Rennen die Dritten ins Glaserl legt. |
![]() Locker und ohne Anspannung posiert man fürs Heldenfoto. NastyNils und die geschlagenen KTMler Martin W. und Hannes R. |
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Der Eckl Werkspilot Edi-Ederer berichtet. So lief es in der Profiklasse | |
Am Freitag Abend gab es ein lockeres Training für alle. Da konnte man sich schon ein wenig einschießen auf die super schnelle Strecke. Die Runde von 10km war richtig flott, da gab es gleich 3 Passagen wo man den 5. Gang voll in den Begrenzer brachte, und das machte richtig viel Spaß. Anmerkung von NastyNils: "Ich muss irgendwo falsch abgebogen sein. Weder 5er noch Begrenzer sah meine Kanten..." Auch im Wald wurde vom Veranstalter wieder einiges planiert um das Überholen auf der ganzen Strecke ohne Gefahr zu ermöglichen. Leider machte der Staub einen Strich durch die Rechnung. Nach dem Start hing eine Wolke über der Bahn als ob gerade ein kleinen Harrier aufgestiegen wäre. Zum Glück ging anständig der Wind, dadurch war es während des Rennens erträglich. Um 16h starteten dann die Klassen Sportfahrer 2 Takt sowie Semiprofi und Profi. Dabei ging es dann so richtig zur Sache. Das Starterfeld hat mit Sicherheit momentan die höchste Dichte im österreichischen Endurosport. Vom Start weg gab es einen heftigen Schlagabtausch zwischen Bernhard Walzer und Thomas Günther. Dieses Duell artete soweit aus, dass keiner der beiden als Erster zum tanken anhalten wollte. Beide lauerten und hofften, dass der Sprit reichen wird. Doch erstens kommt es anders, und zweitens brauchen die Dinger bei Vollgas mehr als man denkt! Und so kam es, dass beide auf der Strecke liegen blieben! Der lachende Dritte im Bunde war Paul Schrank der mit der Erfahrung und Geduld seinen ersten Sieg beim ersten Antreten bei der ACC eroberte. Auf den weiteren Plätzen Joe Lechner und Niki Stelzmüller. Meine KTM konnte ich erst beim 2. Tritt zum Leben erwecken und mußte mich in der Mitte des Starterfeldes einordnen. Ich versuchte im Bindflug die ersten Runden zu überleben und beendete am 9. Platz. Das Wetter hielt übrigens bis zur letzten Runde, dann begann es zu regnen und der Traktor hatte bis zur Einbruch der Dunkelheit reichlich zu tun. Wohnmobile sind eben nix für den Schlamm. |
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Ergebnisse
ACC Nagycenk Die Königsklasse - die Profis:
Semiprofis:
Sportfahrer 2 Takt:
Sportfahrer 4T bis 450
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Sportfahrer
4T über 450
Senioren
Damen
Young Riders
Einsteiger
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Der nächste ACC Lauf steigt
im jungfräulichen Umfeld. Auf einem neuen Enduro-Gelände in Türnitz wird
erstmals der Offroad Gashahn ausgewunden. Hier die wichtigsten Infos zu
dem Event in Türnitz: Auspuff: max. 98dB FIM Anreise: Von St. Pölten aus Richtung Mariazell bis Türnitz. Im Ort einfach der Beschilderung folgen. Freitag, 17.06.2005 Samstag, 18.06.2005 Sonntag, 19.06.2005 |
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Bericht vom 07.06.2005 | 6.368 Aufrufe