Honda CBR 1000 RR
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Honda CBR 1000 RR - Die neue Fireblade ist da! |
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Keine ungestümen Araberpferde Die Fireblade war schon im letzten Modelljahr ein Garant für Linearität. Die 172 Pferde sind keine wilden Araberhengste sondern folgsame Fiaker Rösser. Im Kurvenausgang kann man mit dem Gasgriff die Kennlinie des Motors je nach Fahrkönnen beliebig rauf und runter fahren. Die Blade gibt einem nie das Gefühl ein unerwünschter und unwürdiger Parasit im Sattel zu sein. Auch wenn man zögerlich am Kabel zieht, fühlt man sich als schneller Held. Erst dann wenn ehemalige GP Piloten wie Ron Haslam mit einem sanften schwarzen Strich außen vorbei gehen ist man wieder zurück am Boden der Realität. Gleiche Leistung, weniger Gewicht An der Spitzenleistung der neuen Honda änderte sich im Vergleich zum Vorgänger Modell nichts. Die Ingenieure arbeiteten mehr in Richtung Gewichtsreduktion um das Verhältnis Gewicht / Leistung weiter zu drücken. Am Motor wurden eine Fülle von Änderungen durchgeführt. Ein kurzer Überblick:
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2 Zähne mehr In der Originalübersetzung wird die Honda hinten um 2 Zähne kürzer (42 statt 40 Zähne) übersetzt. Gepaart mit der höheren Maximaldrehzahl büßt man so keine Spitzengeschwindigkeit ein, bekommt aber mehr Durchzug und besseres Beschleunigungsverhalten serviert. Damit auch Grünwähler nach Herzenslust wheelen können, erfüllt die Fireblade schon jetzt die strenge Euro 3 Abgasnorm. Beinahe schon als pingelig darf man die Feinarbeiten bei der Gewichtsreduktion bezeichnen. So wurde zum Beispiel die ECU-Kontrolleinheit stolz mit 100g weniger an den Rippen präsentiert. |
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Agil aber nicht nervös Das Fahrwerk der Fireblade bietet eine erstaunlich große Bandbreite. In der Serienabstimmung trifft es den Geschmack der meisten Cafe-Racer vermutlich perfekt. Straff genug um auf der Hausstrecke nicht zu versagen aber komfortabel genug um beim Ritt über den Kanaldeckel keine Krise zu bekommen. Für den Ausflug auf die Rennstrecke reicht der Griff zum Bordwerkzeug und schon hat die CBR die nötigen Reserven für harte Bremsmanöver, schnelle Wechselkurven und hartes Rausbeschleunigen. Details zur Abstimmung siehe hier. Die goldene Mitte |
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Auch bei der Fahrwerksgeometrie wählt Honda die goldene Mitte. Im Kurveneingang ist die Fireblade einen kleinen Tick behäbiger als z.B eine ZX-10R aber im Kurvenausgang dafür viel leichter zu kontrollieren. Harte Burschen welche als 1000er Piloten am Stammtisch als Bezwinger einer Bestie durchgehen möchten, sollten nicht zur CBR greifen. Die Fireblade überfordert keinen 600er Aufsteiger. Man kann sich damit erstaunlich gefahrlos an sein persönliches Limit herantasten. Diese Eigenschaft ist in Wahrheit das größte Plus der Fireblade im Vergleich zu den anderen 1000ern am Markt. Am Fahrwerk selbst wurden nur geringfügige Änderungen umgesetzt. Der Nachlaufwinkel wurde um ein Viertelgrad reduziert. Dadurch ergibt sich auch ein um 2 mm kürzerer Nachlauf. Gemeinsam mit der verkürzten Schwinge wurde der Radstand so um 10mm verkürzt. |
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Leichtere aber bissigere Bremse Den gleichen Weg gehen auch die guten Bremsen an der CBR. Sehr gute Performance in jeder Lebenslage. Am Ende der Start-Ziel Geraden kann man damit von Runde zur Runde mutiger werden. Sehr linear und überaus einfach zu dosieren. Wie in dieser Klasse üblich verrichten vorne radial verschraubte Bremssättel ihren Dienst. Die Scheiben wurden in diesem Modelljahr von 310 auf 320 mm vergrößert und gleichzeitig sparte man 0,5 mm Wandstärke ein. Ergibt somit eine höhere Bremsleistung bei 300g weniger an ungefederten Massen. Typisch japanisch: Dünn und drahtig, aber trotzdem bärenstark. |
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James Toseland sagt: NastyNils gut auf der Bremse Die Chance von einem Superbike Weltmeister ein paar Tipps zu bekommen hat man nicht alle Tage. Ich nutzte die Chance und drehte ein paar Runden mit dem neuen Honda SBK Piloten. |
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Ich gab mein bestes und war fest der Meinung, das man an gewissen Stellen einfach nicht schneller fahren kann. Doch merkwürdiger Weise fuhr Toseland genauso schnell und verbrachte dabei aber die halbe Runde damit in den Rückspiegel zu schauen, sich umzudrehen oder mit einer Hand eindeutige Kommandos zu geben. Am Ende der Start-Ziel entwickelte ich jedoch ein plötzliches Interesse an der Maximalgeschwindigkeit. Gespannt blickte ich auf den Tacho und sah zu, wie die Anzeige von 250 über 260 hinauf auf 270 kletterte. Multitasking war noch nie meine Stärke und so vergaß ich, dass es am Ende der Start-Ziel wesentlich wichtigere Dinge gibt auf welche man sich konzentrieren sollte. Wie zum Beispiel das Bremsen. Spät wie nie zuvor griff ich panisch in die Eisen und zoomte mich zur ersten Ecke. Die Furcht vor dem Kies war groß und so bremste ich bis tief in den Scheitel hinein. Nie mehr wieder wird mir ein solch gewaltiges Manöver gelingen. Zurück in der Boxengasse gab mir Toseland ein paar hilfreiche Tipps und hatte auch ein Lob für mich: "Du bist gut auf der Bremse." Ich nickte cool und schwieg. |
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Vorsicht Technik - Hier haben die Honda Weight Watchers zugeschlagen |
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Vorsicht Technik - Fahrwerkseinstellung Honda CBR 1000 RR 2006 |
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Alle jene Leser, welche meinen, das Einstellen eines Fahrwerkes ist ähnlich komplex wie die Psyche einer Frau, werden sich über die folgenden Infos freuen. Die Honda Techniker ließen uns Journalisten 3 unterschiedliche Abstimmungen an der CBR 1000 RR ausprobieren. Die Abstimmung sollte für durchschnittliche Piloten mit durchschnittlicher Statur und durchschnittlichem Ehrgeiz mal auf alle Fälle eine gute Wahl sein.
Wichtige Info noch für alle Fahrwerkstüftler: Die Federraten haben sich von 05 auf 06 ebenfalls geändert. Vorne von 0,9 auf 1,05 und hinten von 12 auf 11,5. |
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Vorsicht Technik - HESD: Elektronischer Lenkunsdämpfer |
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Besonders stolz sind die Nippon - Ingenieure bei Honda auf ihr elektronisches Baby am Lenkkopf - dem elektronischen Lenkungsdämpfer. Herkömmliche Lenkungsdämpfer sind in Wahrheit immer ein Kompromiss. Bei hohen Geschwindigkeiten ist der Lenkungsdämpfer bei sportlichen und agilen Motorrädern ein fast schon unverzichtbarer Helfer. Schläge durch Fahrbahnunebenheiten, Wheelys oder Unruhe an der Front durch verkrampftes Klammern am Lenker werden vom Lenkungsdämpfer ausgebügelt. Doch bei niedrigen Geschwindigkeiten muss man mit einem Lenkungsdämpfer Abstriche beim Handling in Kauf nehmen. Die logische Folgerung liegt eigentlich auf der Hand. Ein Lenkungsdämpfer mit sehr geringer Dämpfung bei niedrigen Geschwindigkeiten und harter Dämpfung bei Fullspeed. Die Bits und Bytes im HESD Regelkreis geben abhängig von Speed und Beschleunigung die entsprechenden Kommandos an ein Regelventil im Lenkungsdämpfer und fertig ist die Wunderkiste ohne Kompromisse. Klingt eigentlich ganz logisch. Doch nach wie vor ist Honda der einzige Hersteller, welcher ein solches Helferlein anbietet. |
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Der Griff ins Volle - Tuning Kits lassen keine Wünsche offen Sehr umfangreich ist das offizielle Tuningprogramm für die Honda CBR 1000 RR. 3 verschiedene Motorkits lassen die Spitzenleistung auf über 200 PS wachsen. Das umfangreiche und dicht gestaffelte Programm bietet aber nicht nur Motoreteile sondern zum Beispiel auch einen größeren Racing-Kühler für einen schönen Stapel Euro-Hunderter. Ab Jänner können Bestellungen abgegeben werden. Ab Feber sind die Teile erhältlich. Rennfahrer sollten beim Ordern der Teile die Chefin jedoch nicht mit zum Händler nehmen. Die Entscheidung zwischen neuer Einbauküche und Superbike Motorkit wird dadurch nicht leichter. |
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Neues Motorrad - neuer Reifen - Reiernder Japaner Exklusiv für die neue Fireblade entwickelte Bridgestone den BT-015. Der neue Reifen ist eine Weiterentwicklung vom BT-014. Bericht von der BT-014 Präsentation (April 2004) Mit in Qatar war der schnelle Verkaufsleiter von Bridgestone Europe: Gunther Podevyn (Foto links). Bei den Fotofahrten saß er am Steuer eines voluminösen Ford Explorer. Er fuhr mit der fetten Fuhre quer in jede Kurve. Aus der Heckklappe schoss der Fotograph die Fotos und aus dem Seitenfenster reierte ein Japaner. Gunther kannte keine Gnade und ging weder im Grünstreifen, noch im Kiesbett und schon gar nicht bei einem 180° Dreher vom Gas. Ich konnte mich dahinter vor Lachen kaum im Sattel halten und gab kräftig Feuer. |
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Fireblade Impressionen |
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Alle Jahre wieder: Noch schärfere Optik Das Styling der neuen CBR 1000 RR ist insgesamt sehr gut gelungen. Die angebotenen Farbvarianten (Rot, Metallic Grau und Graphit Schwarz) sind zwar sehr hübsch, können der 05er Repsol aber nicht das Wasser reichen. Aber man muss sich ja auch noch was für 2007 aufheben. Nicht ganz ins hochwertige Erscheinungsbild passen die Blinker an der CBR 1000. Hier sind derzeit auch nettere Lösungen am Markt erhältlich. Scheinbar geht man fix davon aus, dass ohnehin sofort Teile aus dem Zubehör verbaut werden. Apropos Zubehör: Unbedingt die Sozius-Sitzabdeckung beim Kauf mit bestellen. Kleines Teil mit großer optischer Wirkung. |
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Fireblade Racing - Auch 2006 wieder in der Superbike WM |
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Chris Vermeulen schwenkte in der SBK Saison 2005 die Honda Fahne äußerst kräftig. Nach einem eher verhaltenen Saisonbeginn von Vermeulen auf der TenKate Fireblade aber einem starken Beginn von Troy Corser auf der GSX-R gab es im Laufe der Saison mehrere Siege und am Ende ging sich immerhin noch der Vize-Meister Titel aus. Wer Honda kennt, weiß das der Vizemeister in Wahrheit ein Niederlage ist und so geht man extrem energisch in die Saison 2006. Die beiden TenKate Piloten Karl Muggeridge und die Neuverpflichtung James Toseland waren sich im Gespräch mit 1000PS einig: Ich will Meister werden. Das TenKate Team baut auch 2006 wieder in Eigenregie die Superbike Eisen auf. Also keine echten Werksgeräte sondern sauber aufgebaute Privatmaschinen. Wir freuen uns auf eine spannende Saison. |
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Fazit: Honda CBR1000RR Fireblade 2005
Harte Burschen welche als 1000er Piloten am Stammtisch als Bezwinger einer Bestie durchgehen möchten, sollten nicht zur CBR greifen. Die Fireblade überfordert keinen 600er Aufsteiger. Man kann sich damit erstaunlich gefahrlos an sein persönliches Limit herantasten. Diese Eigenschaft ist in Wahrheit das größte Plus der Fireblade im Vergleich zu den anderen 1000ern am Markt.- Agilität
- Komfort
- goldene Mitte
- sicheres Handling
- gutes Gefühl für Traktion
- Spitzenleistung
Bericht vom 21.12.2005 | 50.008 Aufrufe