Romaniacs 2013 Tag 1
Graham Jarvis und Andi Lettenbichler führen bei den Romaniacs 2013.
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Red Bull Romaniacs 10.0 - Jarvis zeigt die Zähne |
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Lettenbichler kommt in Fahrt, Gomez und Hemingway zeigen erneut eine solide Performance | |
In
den
vergangenen
Jahren
hat
sich
der
erste
Offroad-Renntag
der
Red
Bull
Romaniacs
als
respekteinflössende
Overtüre
zur
härtesten
Hardenduro-Rallye
der
Welt
ertabliert.
Während
sich
lang
gediente
Romaniacs-Veteranen
alljährlich
akribisch
auf
das
Schlimmste
vorbereiten,
gehen
die
Neuzugänge
im
Starterfeld
mit
der
Hoffnung
ins
Rennen,
es
wird
schon
nicht
so
schlimm
werden.
Leider
vergebens.
Traditionell
waren
es
wieder
die
Starter
der
Hobby-Klasse,
die
heute
ordentlich
gefordert
wurden.
Schon
eine
Stunde
nach
dem
Start
servierten
die
Romaniacs-Macher
einen
kernigen
Steilhang,
der
für
die
Hobby-Klasse
zum
Armageddon
wurde.
Während
die
Teilnehmer
der
Pro-
und
Expert-Klassen
bereits
lang
vorbei
waren,
bildete
sich
beim
Eintreffen
der
Hobbyfahrer
in
Kürze
ein
amtlicher
Mordsstau
auf
dem
von
der
Rennleitung
als
nicht
allzu
extrem
eingestuften
Hindernis.
150
Offroad-Piloten
steckten
im
Wald
fest,
Grund
genug
für
Streckenchef
Klaus
Sorensen
sofort
zu
reagieren. Als wir den Wald erreichten, sah das Ganze sehr dramatisch aus. Manche Fahrer sassen nur herum und warteten auf ein Wunder, andere wiederum bildeten kleine Rescue-Teams und einige suchten alternative Routen. Schlussendlich zogen wir beinahe jedes der 150 Motorräder eigenhändig den Hang hinauf oder fuhren die Bikes selbst über den Anstieg. Ich habe niemals zuvor so viele unterschiedliche Motorräder an einem Tag gefahren und bin begeistert vom Durchhalten der Fahrer!, sagte Sorensen später. |
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Tag 1 |
Tag 1 |
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Das Führungsduo nach Tag 1 der Red Bull Romaniacs, links Graham Jarvis und rechts Andreas Lettenbichler. | |
Die Fahrer der Expert- und Pro-Klassen hattaen ebenfalls kernige Herausforderungen zu bestehen und alle Hände voll zu tun, mit den selektiven Streckenteilen fertig zu werden. Wie erwartet, ging der grosse Favorit Graham Jarvis (UK) heute auf Angriff und erledigte planmässig den nächsten Schritt für seine Titelverteidigung. Jarvis ging als 4ter in den heutigen Renntag und beendete den ersten Renntag nach 6:30:42 Stunden mit beeindruckenden 26 Minuten Vorsprung auf Andreas Lettenbichler (GER) als Führender in der Gesamt-Zwischenwertung. Trotz seiner dominanten Leistung hattae auch Jarvis mit der Strecke zu kämpfen und musste sogar Zuseher um Hilfe bitten - ein wahrlich seltener Moment, der auch für Andreas Letti Lettenbichler Realität wurde. Auf der allerletzten Auffahrt vor dem Ziel nahm auch der enorm willensstarke Deutsche die Zugkraft der Zuseher zu Hilfe, um den extrem steilen Anstieg zu schaffen. Lettenbichler lieferte heute eine herausragende Leistung ab: als 9ter der Profiklasse gestartet, erreichte Letti nach knapp 7 Stunden Schinderei als 2ter das Ziel! Nur wenige Minuten später fuhr Alfredo Gomez durch den Red Bull Zielbogen, der Spanier konnte heute kontinuierlich den Druck auf die Spitze steigern. | |
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Wie
sich
in
den
vergangenen
Jahren
deutlich
gezeigt
hat,
ist
es
für
Newcomer
bei
der
Red
Bull
Romaniacs
extrem
schwierig,
das
Podium
zu
erreichen.
Neben
körperlicher
Fitness,
perfekter
Fahrtechnik
und
guten
Navigationskenntnissen
spielt
Erfahrung
eine
grosse
Rolle
auf
dem
Weg
aufs
Podium.
Umso
herausragender
ist
daher
die
Leistung
von
Rookie
Ben
Hemingway
einzuschätzen.
Der
sympathische
Engländer
kam
heute
als
Vierter
ins
Ziel
und
bleibt
damit
in
Schlagdistanz
zum
Führungstrio. Paul Bolton und Jonny Walker setzten heute ihre kleine Privathetze im Wald fort und fuhren zu Beginn des Renntags gemeinsam mit hohem Tempo in die Strecke. Dann schlug bei beiden das Pech zu: während Walker das Benzin ausging und er wertvolle Zeit verlor, trennte sich Bolton gleich mehrmals unfreiwillig von seiner KTM. Ich hatte heute irgendwie den Wurm drin. Ich verfuhr mich einige Male und ging dann bei der Aufholjagd öfters zu Boden. Trotzdem hat mir die heutige Strecke mit ihren selektiven Auffahrten sehr gefallen, ich freue mich tierisch auf den morgigen Renntag, meinte Bolton im Ziel. Am Nachmittag tat sich Bolton mit einer weiteren Romaniacs-Legende zusammen: Chris Birch (NZL). Die beiden erfahrenen Topfahrer halfen sich auch gegenseitig über den letzten Anstieg - eine Besonderheit des Hardenduro-Sports, denn in kaum einer anderen Sportart bilden Konkurrenten ein Team, um sich gemeinsam über besonders schwierige Streckenteile zu helfen! |
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Fotos: Irina G., Husaberg |
Autor
Bericht vom 04.07.2013 | 3.479 Aufrufe