RedBull Romaniacs
Red Bull Romaniacs 2010 | |
The Prologue |
|
![]() |
|
Schaut nur lustig aus, wenn man nicht selber fährt. | |
Hochkarätiger hätte das Podium des diesjährigen Romaniacs-Auftakts nicht sein können. Nach dem Extrem-Hindernis-Parcours im Zentrum Sibius hat Chris Birch seine KTM auf Platz 1 geparkt. Birch ist der aktuelle Sieger der Roof of Africa, einer vergleichbar harten Enduro-Rallye in den Bergen Lesothos (Südafrika). |
|
Platz 2 am RBR-Eröffnungstag holte sich der Brite Graham Jarvis. Der Sherco-Pilot konnte die Red Bull Romaniacs im Jahr 2008 schon einmal gewinnen. Platz 3 ging an den polnischen KTM-Superstar Taddy Blazusiak. Für den vierfachen Erzberg-Champion ist die Romaniacs 2010 eine Premiere: Es ist seine erste mehrtägige Extrem-Enduro-Rallye
und auch seine erste Rallye, bei der der GPS-Navigation eine große Rolle
zukommt.
Ab in die Wildnis
Der Prolog der Red Bull Romaniacs führt traditionell durch die Innenstadt der Metropole Siebenbürgens. Auf einer Strecke von knapp 500 Metern müssen sich die Fahrer über künstlich aufgebaute Steinfelder, Holzkonstruktionen und Autowracks kämpfen.
|
![]() |
|
|
Österreicher stark! Enöckl trotzt Verletzung - Brandauer locker dabei |
|
|
|
Einen denkbar unglücklichen Start erwischte der Niederösterreicher Lars Enöckl. Bei einem Trainingssturz einen Tag vor dem Prolog hat sich der 21-jährige Architekturstudent aus Lunz am See das Nasenbein gebrochen und noch einige weitere Blessuren erlitten. Trotzdem war er heute am Start. Von verhaltener Fahrweise war nichts zu sehen, Enöckl hat einen Finalplatz nur hauchdünn verpasst. Ich wollte mir beweisen, dass ich trotz der Verletzung schnell fahren kann. Jetzt bin ich wirklich motiviert, auch die vier brutalen Offroad-Etappen zu bewältigen. Enöckl ist das erste Mal bei der Red Bull Romaniacs,
er ist der jüngste Starter im Profi-Feld. Der rasende Steinmetz Erich Brandauer spielte bei seinem vierten Romaniacs-Start seine ganze Routine aus und fuhr locker ins Prolog-Finale. Dass der Romaniacs-Achte des Jahres 2009 nicht ganz im absoluten Spitzenfeld landete, stört den Mann aus Pottenstein (Niederösterreich) nicht: Es hat in Strömen geregnet, die Hindernisse waren extrem rutschig und daher auch sehr gefährlich. Ich bin recht froh, dass ich nicht noch ein oder zwei Mal über diesen Parcours fahren musste. Das bedeutet weniger Risiko und spart vor allem Kraft. Die werde ich in den nächsten Tagen noch brauchen. |
|
Video vom Prolog |
|
Day 1 |
|
![]() |
|
Selbst für den Vorjahressieger Lettenbichler kein Spaziergang. | |
Als wäre die Red Bull Romaniacs nicht schon im normalen, trockenen Zustand hart genug, wird die diesjährige Extremenduro-Rallye in den Karpaten rund um Sibiu durch Dauerregen zu einer ordentlichen Qual für die Offroad-Weltelite. Auf der 10-teiligen Schinderei-Skala bekam der heutige Tag die Note 12. Sherco-Pilot Jarvis ließ sich von den Bedingungen am wenigsten beeindrucken und kam mit rund 40 Minuten Vorsprung auf Prolog-Sieger Chris Birch (NZL/KTM) ins Ziel. Insgesamt kamen nur fünf Piloten durch: neben Jarvis und Birch in der Profiklasse auch das Expert Team Zdenek Cyprian & Martin Volny (Tschechien) sowie Martin Wildhold aus Deutschland, der in der Expert Single-Klasse startet. Aus der Hobby Klasse schaffte es kein einziger Teilnehmer ins Ziel. |
|
|
|
Tag 1 - nur insgesamt fünf Piloten im Ziel |
|
|
|
Vorjahressieger Andreas Lettenbichler (GER/BMW) wurde heute Dritter bei den Profis. Wegen Zeitüberschreitung wurde er aber bereits vor dem Ziel abgewunken.Ebenso Erich Brandauer: Der 40-jährige Niederösterreicher liebt | |
zwar extremes Gelände, heute musste er für seine Verhältnisse jedoch relativ oft zu Boden. Dennoch fuhr der Husaberg-Pilot einen angesichts der Extrembedingungen guten ersten Offroadtag
und dürfte sich im offiziellen Ergebnis schon unter den Top 10 befinden. Die Härte der Rallye traf auch KTM-Spitzenpilot Taddy Blazusiak. Bei seiner ersten GPS-Extremrallye verfuhr sich der mehrfache Erzbergsieger gleich zu Beginn. Beim Versuch wieder an die Spitze anzuschließen pushte Taddy aber zu hart. Dabei rutschte ihm das Vorderrad weg und er prallte mit seiner ohnehin lädierten Schulter gegen einen Baum. Die starken Schmerzen beenden somit schon Vorzeitig die erste Teilnahme des Polen an den RedBull Romaniacs. So wie viele andere Piloten blieb Lars Enöckl (KTM) inmitten der rumänischen Wälder mit trockenem Tank liegen und musste mehr als drei Stunden auf Sprit warten. Bis zu diesem Zeitpunkt war der 21-jährige Architekturstudent aus Lunz am See aber sehr gut unterwegs. Der zweite Offroadtag der Red Bull Romaniacs 2010 führt am Montag über mehr als 200 Kilometer von Sibiu nach Petrosani. Dabei wird es viele lange Hochgeschwindigkeitspassagen geben. Es sind aber auch einige technisch anspruchsvolle Geländepassagen zu bewältigen. Da es wieder regnen soll, könnte auch diese Etappe wieder jede Menge Überraschungen bringen. |
![]() |
Video Tag 1 |
|
|
|
Interessante Links: |
Text:
wetzelsberger, kettner, arlo |
Bericht vom 28.06.2010 | 5.083 Aufrufe