ACC Roppen

Rudi Pöschl holt auf KTM einen überlegenen Sieg beim 2.Durchgang zur Austrian Cross Country Championship bei seinem Heimrennen in Roppen.
 

Beim 2. Durchgang zur heurigen Austrian Cross Country Championship machte die wilde Horde Halt in der Roppener Mure. So wird der riesige Steinbruch in Tirol genannt. Am Samstag waren 61 Gastfahrer an der Reihe welche gleich mal für den Sonntag die Spuren zogen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag gab es dann eine nette Überraschung. Der Steinbruch machte seinem Namen alle Ehre und durch den starken Regen ging auch gleich eine Mure ab und vernichtete einen Teil der Strecke. So mußten sich die Veranstalter zeitig auf die Socken machen um die neuen Streckenabschnitte zu markieren.


Während die ersten Klassen noch ziemlich naß wurden, ließ beim 2. Lauf der Regen nach und schön langsam trocknete auch die letzte Wasserlacke auf. Das Highlight war wieder der 3. Lauf, und hier speziell die Klasse 1 der Profis. Eines war eigentlich schon von vornherein klar, ein Sieg geht nur über Rudi Pöschl auf KTM. Den Speed den er beim Auftakt in Reiserberg zeigte war schon von einem anderen Stern, und Roppen liegt nur einen Steinwurf von seinem Haus entfernt. Also galt es für die schnellsten sich an Ihn zu klammern, will man am Ende des Rennens am Stockerl stehen.

Eines gleich vorweg, Rudi Pöschl gewann auf KTM völlig überlegen mit einem Start-Ziel Sieg. Dahinter spielten sich wieder viele Dramen ab. Diesmal blieben leider auch Verletzungen nicht aus.




 

Für alle die noch nie in Roppen waren, die "Steinhölle von Roppen" wie sie von den Aktiven auch gerne genannt wird, ist nichts anderes als ein riesiger Steinbruch in dem Steine aller Größen und Formen (vor allem spitze) überall herumliegen, und wenn sich mal ein schmaler Pfad herausgefahren hat der nach einer Spur aussieht, liegt meist nächste Runde schon wieder ein Fußballgroßer Brocken mitten im Weg. Einzig Daniel Stocker konnte sich einer Überrundung durch Pöschl erwehren und fuhr mit dem letzten Tropfen Sprit als zweiter durchs Ziel.
 


Dahinter (eben min. eine Runde ) gab es einige verbitterte Kämpfe um die Plätze. Willi Reiter (ehem. Staatsmeister Enduro) der ja bekanntlich Supermoto Staatsmeister ist, nahm den Lauf als Training. Er meinte seine Supermoto ist immer so sauber, ihm geht das Motorradwaschen schon so ab, das er zum Spaß wieder mal an einem ACC Lauf mitfährt. Willi matchte sich lange Zeit mit Gerhard Forster ( sah die beiden mal gemeinsam im Bachbett liegen!).

Lange an 3. Stelle spulte Thomas Günther (Husaberg) seine Runden ab bevor er einen Stein auf die Lippe bekam und mit der Rettung ins nächste Krankenhaus gebracht wurde. Die Saison hat sich der 2-fache Champ sicher auch anders vorgestellt. Die Steinreste wurden entfernt und mit 9 Stichen genäht, das hätte sprichwörtlich ins Auge gehen können! Dadurch schob sich Berni Walzer an die 3. Stelle. Doch Berni ist nach seiner langen Verletzungspause und dem Umstieg auf die 250er 4-Takt noch nicht da wo er eigentlich hin will, dadurch muß er zur Zeit mehr riskieren als ihm lieb ist um den Speed mitzugehen. In Roppen wurde er noch in der letzten Kurve von Joe Lechner ausgebremst, diesmal war es die Werkswalze Simo Kirssi (BMW) die er eine Runde vor Schluß ziehen lassen mußte, wiederum nur die Blecherne. Nach einem verpatzten Start pflügte sich der Finne mit seiner BMW durchs Feld und wurde immer schneller. Den 3. Platz hat er sich schwer verdient!

Joe Lechner lagen die Steine auch nicht sonderlich, fuhr ein eher unauffälliges Rennen, konnte aber den Speed der vorderen nicht mithalten und finishte als 6. Knapp davor fuhr Gerhard Forster (Offroad Urgestein aus Deutschland) durchs Ziel.
 






Ebenfalls nicht ganz in alter Form kämpft auch Erich Brandauer mehr mit seinen Unterarmen als mit allen anderem (Gott sei dank gibt auch noch andere als mich die mit dicken Unterarmen herumköpfeln ). Belegt Rang 8 hinter ACC Schnupperer und Supermotostaatsmeister Willi Reiter.

Nach den 2 Stunden waren dann auch alle froh das es vorbei war, die Stecke war schon am Limit und damit auch alle Teilnehmer. Die nächste Runde findet am anderen Ende von Österreich, um genauer zu sein über der Grenze in der Slowakei statt. Ein sandiger, schneller Rundkurs im Wald wartet dann auf die Teilnehmer.

 

Rennbericht und Ergebnisse unter:
http://austrian.cross-country-championship.com/

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Bericht vom 16.05.2006 | 4.349 Aufrufe

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