Werksbesichtigung Givi
Givi Werksbesichtigung |
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Arger High Tech Bau, innen ist es so sauber wie einem Labor der NASA. Herr
Visenzi mag keine Unordnung und liebt grünes Gras und Symmetrie. Kein
Stück Papier liegt hier am Boden, selten habe ich soviel Ordnung an einem
Ort erlebt. Wenn ich da an meinen Schreibtisch denke... |
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Der Gründer von GIVI heißt Giuseppe Visenzi und hat, bevor er sich entschlossen hat die Welt mit Koffern zu versorgen, kräftig am Kabel gezogen. 1969 hat er den dritten Platz bei der Motorrad Weltmeisterschaft belegt, in der Klasse bis 350 ccm. Genau vor 25 Jahren wollte er wahrscheinlich etwas mit dem Motorrad transportieren und hat entdeckt das es keine vernünftige Staumöglichkeit am Motorrad gibt. Aus der kleinen Werkstatt ist mittlerweile der Weltmarktführer geworden und GIVI verfügt über Tochterfirmen in Malaysia, den USA, Spanien, Frankreich, Brasilien, Deutschland und Österreich. Aber im Gegensatz zu
anderen Herstellern von Zubehör lässt GIVI die meisten Teile in Italien
bzw. Europa produzieren und nicht in China. Als Grundsatz gilt: Eigene
Produktion, eigene Designabteilung und dadurch totale Unabhängigkeit. In
Zeiten der Produktionsverlagerung in Billiglohnländer und dem Abbau von
Arbeitsplätzen eine Ausnahme. Sogar die Zulieferer kommen in der Mehrzahl
aus der Region. So etwas muss meiner Meinung nach lobend erwähnt werden.
Das diese Standorttreue und die hohen Qualitätsstandard ihren Preis haben
sollte einleuchten. |
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Der Schulungsraum, alle Händler mussten aufmerksam den Worten des Export Managers lauschen und am Ende der "Stunde" einen Fragebogen zur Zufriedenheit abgeben. Dicke Bestellungen mussten ebenfalls an Ort und Stelle abgegeben werden, das Buffet war nicht umsonst! |
Herr Visenzi der Herr der Koffer, hat bei GIVI alles im Griff und überlässt nichts dem Zufall. Als ordentlicher Italiener arbeiten selbstverständlich die Frau und alle Kinder im Betrieb. |
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Links Herrn Visenzis Renn Yamaha aus
den 60ern und rechts ein Teil seiner Motorradsammlung. Sicher ein
günstiges Hobby, ich fange morgen mit einem 1:24 Modell an. Man munkelt
über die Leidenschaft für Flugzeuge aber das wurde uns leider nicht
gezeigt. |
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Reiseleitung Manfred Kaincz, Zubehörkönig der 2Rad
Börse hat für die richtige Stimmung gesorgt. Mörder Wuchteln in einer
Frequenz wie ich es selten erlebt habe. |
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R&D Resaerch and Development, lieber ein paar Helme brechen als dein Kopf Da bei Givi die gesamte Entwicklung im Haus gemacht wird arbeiten qualifizierte Computernerds emsigst an der Entwicklung neuer Helme und Koffer. Von Anfang an wird Wert auf höchste Qualität, Funktionalität und Sicherheit gelegt. Sogar die Sicherheitstests, die natürlich den höchsten CE Normen entsprechen, werden im Haus gemacht. |
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Computer Nerd beim Hackeln, 10 Stunden an der Kiste und
kein privates Wort sonst kommt der Chef und spricht ein ernstes Wort
mit ihm. Die Entwicklung neuer Koffer kann bis zu 2 Jahre dauern und
die Pressform für die Polyamid Kofferschalen kostet bis zu 100000tsd
Euro. Die CNC Fräsmaschinen kosten pro Stück soviel wie ein guter Luxuswagen. |
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Umfangreiche Tests sichern die hohe
Qualität. Alleine für die Kosten der Testgeräte könnte man sich ein
kleines Häuschen im Grünen kaufen. Es wurde ein Helm gezeigt der äußerlich kaum Beschädigungen aufwies, aber im Querschnitt erkennt man deutliche Einbuchtung in der Innenschale. Also wenn ihr mit dem Helm ein Hoppala habt dann lieber einen Neuen kaufen als sein Leben aufs Spiel setzen. Damit gewährleistet ist, daß der Helm bei jeder Temperatur die gleichen Schutzeigenschaften hat, werden die Helme zuerst tiefgefroren und dann in den Ofen gesteckt. Genau wegen dieser Tests und dem aufwendigen Design und Produktionstest kosten gute Helme und Koffer mehr Geld. Die "Geiz ist Geil"- Mentalität sollte im Bereich der eigenen Sicherheit nicht im Vordergrund stehen. Seit ich gesehen haben mit welchem Aufwand Firmen wie zum Beispiel Givi testen hat sich meine Meinung bezüglich Diskont Ware deutlich geändert. Safety First! |
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Sogar ein eigener kleiner Windkanal steht in Flero. Damit es den Kopf nicht wie ein Blattl im Wind hin und her reißt wird solange am Helm gefeilt bis es passt. |
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Hier wird gerade ein Helm für den Test vorbereitet. Erfüllt er nicht die Norm muss die Charge ausgemustert werden. Givi testet aus jeder Produktion eine gewisse Zahl von Helmen um sicher zu gehen, daß die Qualität gleichbleibend ist. |
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Neben vielen, vielen Busfahrten zwischen den Werken hat es auch beschauliche Momente der Ruhe gegeben, wie zum Beispiel in Sirmione am Gardasee. 20 Grad Außentemperatur und ein echter italienischer Kaffe. Ein wirklich schöner Ort, der einen Besuch wert ist. | |
Link: www.givi.it |
Bericht vom 04.04.2006 | 6.100 Aufrufe