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Die 620er Monster ist das "08/15" Eisen in der Monster
Modellpalette. Keine unvernünftigen Details, seit Jahren das gleiche
klassische Design und seit Jahren treue Käufer. Irgendwann haben wir
aufgehört die Modelljahre zu zählen, aber das Dutzend scheint schon
lange voll zu sein. Die Monsters sind neben Harleys die einzigen Eisen
dieser Erde, welche sich auch mit jahrelangem fast gleichem Design
verkaufen. Die 620er wird gerne als City-Flitzer verwendet, und in diese
Umgebung passt sie auch perfekt. Kupplung, Bremserei und Schaltung
funktionieren sehr geschmeidig. Gerade die Leichtgängigkeit der Kupplung
ist im Vergleich zur Racing-Monster S4R ein Gedicht. Das Bike kann auch
problemlos von zierlichen Frauen bewegt werden.
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Sowohl Sitzhöhe als auch
Bedienelemente stellen hier keine Hürden dar. Erstaunlicherweise fühlten
uns auch wir mit 1.85m noch nicht als fahrender Wandschrank. Der Motor
der kleinen Monster lässt sich sauber dosieren, dreht auch willig hoch
und hat genau die Power, welche man für kürzere Strecken und die City
braucht. Bei längeren Ausfahrten oder auf der Autobahn verschwinden die
anderen Monsterkollegen sofort am Horizont. Doch auch die japanischen
Kollegen mit der SV650 haben mehr Leistung zur Verfügung als der 620er
Monster Fahrer. Um weniger Geld. |
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Die S2R wurde zu Saisonbeginn vom gesamten 1000PS Team schwer
unterschätzt. 77 PS und 800ccm klingen nicht gerade spektakulär und das
scharfe Design wird dies auch nicht kompensieren können - oder doch?
Nachdem unser dicker Keiler mit der S2R dann des Öfteren seinen
täglichen Weg in die Arbeit antrat und ständig von seinem Bock
schwärmte, wurden wir hellhörig. Tatsächlich! Es bewahrheitet sich
wieder einmal die alte Weisheit, dass man für 95% der Motorradstrecken
nicht mehr als 80 Pferde braucht. Das stimmt uns zwar traurig, ist aber so. Die
Monster S2R passt eben genau zu den 95% der Motorradstrecken auf denen wir
uns täglich bewegen. Nicht nur der Motor, sondern auch das Fahrwerk gibt
uns das, was wir brauchen. Es ist kein hartes Racing-Fahrwerk wie an der
S4R, aber ein sehr präzises und hochwertiges Fahrwerk, welches auch für
energische Gasslhatzer perfekte Performance bietet. Sehr leiwand ist auch
die Anti-Hopping Kupplung, die in der S2R perfekt ihren Dienst
verrichtet. Beim heftigen Last-Minute Schalt- und Bremsvorgang vor der
Lesmo 2 Kurve beim Schloss Esterhazy in Eisenstadt sortge sie für die
nötige Ruhe im Heck.
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Die Bedienelemente an der S2R
sind ähnlich wie jene der 620er absolut frauentauglich. Echte Männer
brauchen die Monster aber deshalb nicht meiden - im dichten Stadtverkehr lernt
auch ein dicker Henker die geschmeidige Kupplung zu schätzen. Es ist
keine Schande, sich beim Schalten nicht zu plagen. Das Design an der S2R
ist laut Eisdielenjury über jeden Zweifel erhaben. Lackierung, Auspuff,
Upside-Down Gabel und Rahmenlackierung wirken sehr hochwertig und gefallen
auf Anhieb. Monsterkäufer sollten auf alle Fälle die S2R in die engere
Auswahl nehmen und einer Probefahrt unterziehen. Ist ein großartiges
Motorrad.
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S2R
Bericht |
S2R
vs. 749s |
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Für alle, die immer nur das Beste haben möchten, kommt aus der Monster Familie nur
die S4R in Frage. Die Überdrüber Monster geht beinahe schon
verschwenderisch mit feinen technischen Details um. Das voll einstellbare
Racing-Fahrwerk ist gut genug für jede Rennstrecke und natürlich auch
fürs Winkelwerk. Die edlen goldenen Gabelrohre an der S4R sind kein
Blender. Nur feinste Ware wurde hier verbaut. Auch die Bremserei wäre gut
genug für einen Ausflug auf den Bremsscheiben-Killer A1-Ring gewesen. Ducati
macht bei der S4R keine halben Sachen. Aus Japan gibt es ein solches
Motorrad nicht zu kaufen. Naked-Bike mit vollwertigen Racing-Teilen,
scharfem Motor und ultraagilem Handling. Sowas baut man nur in Europa. Als
ebenbürtige Konkurrenten darf man die Aprilia Tuono und die neue KTM
Superduke in die engere Auswahl nehmen. Doch wie immer im Leben eines
Motorradfahrers gilt es leider Kompromisse einzugehen. Die geile Monster S4R
hat 2 kleine Haken.
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Haken Nr.1: Der Preis
von 14.995. Damit liegt die Monster S4R deutlich über dem restlichen
Monster Niveau, aber gleichauf mit den Mitbewerbern.
Haken Nr.2: Als City-Flitzer und Cafe-Racer muss man bei der S4R
einige Racer-Details in Kauf nehmen. Die Trockenkupplung muss die 117 echten
PS klarerweise schlupffrei übertragen. Dementsprechend hart dimensioniert
sind auch die Kupplungsfedern. Mädels und damenhafte Männer werden mit
der strengen Kupplung ein Problem haben. V2-Neueinsteiger werden vom etwas
rauen Motor mit recht aggressivem Set-up evtl. überfordert werden. Die
Monster S4R ist insgesamt eher ein Männer Bike für echte Jungs. Hart,
schnell, cool und stark.
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Kots Kommentar:
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S2R:
Dauertester des Abgelederten. Beim Anblick der roten Schönheit mit dem
weissen Racingstreifen sticht sofort ein Detail mit Schmerzen ins Auge. Die
wunderschönen, weissen Felgen - unter zentimeterdickem Dreck verborgen. Ich
glaube dem Abgelederten ja, dass es nicht leicht ist, weisse Felgen immer
sauber zu halten, aber DAS! Kann mir diese Sauerei nur so erklären:
Entweder, die Hunde in Mödling, der Heimat des Angelederten, verrichten an
den Felgen der dortigen Motorräder nicht nur ihr kleines Geschäft, oder
der 1000PS-Keiler hat am Speed-Weekend auf eine andere Art Gas gegeben, was
ihn zum Schlafen neben der Ducati und nächtlicher Magenentleerung
zwang.
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Vielleicht versucht er aber
auch, seinen Bock wie ein Aborigine mit Schlamm gegen Mosquitos zu
schützen. Fest steht, dass dieser Zustand der Optik der schönen Monster
nicht zuträglich ist. Aber das ist der Abgelederte auch nicht.
S4R:
Presslufthammer. Optischer Hammer. Die Kühler sind ein Wahnsinn, die
Stahlflexleitungen ein Traum. Viel Carbon verbaut, grauer Tank, dunkelrote
Felgen. Und dann der Sound! Wo bitte, geht's zur Rennstrecke? Eine starke
Linke braucht man bei der S2R schon, sonst fallen dir nach einer Stunde Kuppeln
die Finger ab. Dafür sollte man mit der Rechten schon vorsichtiger
zulangen. Obwohl hier alles nach Racing riecht, verfügt auch die S4R wie
die anderen zwei Monster über Rundinstrumente, wie ich sie gerne hab, die
allerdings nicht in jeder Situation ablesbar sind. Die Vibrationen des 996
Motors sind eben nicht die eines 7-Zonen-Vitalpunkt- Massagepolsters. Die
S4R genießt bei Passanten und Verkehrsteilnehmern sicherlich die größte
Beachtung, nicht zuletzt, weil sie mit dem Doppelauspuff auf der rechten
Seite wie ein bass-lastiger Marktschreier ständig auf sich aufmerksam macht. Alles an
diesem Kunstwerk ist Emotion. Direkt, kernig, roh. Hätte mir lediglich eine
härter eingestellte Gabel gewünscht, die beim strengen Anbremsen nicht gleich in die
Knie geht wie eine italienische Dirne.
620: Zwei
Schlüssel lagen im heiligen Tabernakel von 1000PS.at immer bereit. Für die
S4R und die 620er. Eigentlich machte das die Wahl zu einer eindeutigen. Das
dachte ich zumindest so lange, bis ich die 620er einmal fahren "mußte".
Danach tat ich mir mit der Wahl schon schwerer. Die 620er läßt sich mit
dem kleinen Motor und dem 160er Hinterreifen extrem leicht bewegen, fast
Supermoto-like. Und daß auch Wheelies möglich sind, hat Nils nicht nur auf
dem Eisenstädter Domplatz (a.k.a. Fahrplatz) bewiesen. Es wurde
applaudiert. Ich schäme mich dafür, die kleine Monster so lange
verschmäht zu haben, suche nach Ausreden, um mein Gewissen zu beruhigen und
finde keine. Der Gestrafte bin nun ich, sie muß wieder hinfort. Aber ich
habe endgültig erkannt: Der große Spaß beim Motorradfahren steht in
keinem Zusammenhang mit der Anzahl der Pferdestärken.
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Monster
Familie 2005
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Monster 620
Preis:
8.495€
Dark: 7.995€ |

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Motor |
Typ |
Luftgekühlter
Zweizylinder in L-Form, 2 Ventile pro Zylinder, desmodromisch
gesteuert |
Hubraum |
618 ccm |
Bohrung/Hub |
80 x
61,5 mm |
Verdichtung |
10.5:1 |
Drehmoment |
55.9 Nm
- 5.7 Kgm bei 6750 U/min |
Leistung |
46.4 kw
- 63 PS bei 9500 U/min |
Gemisch |
Elektr.
Kraftstoffeinspritzung |
Getriebe |
6 Gänge |
Antrieb |
Kette |
Chassis |
Rahmen |
Stahl-Gitterrohrrahmen |
Radstand |
1440 mm |
Sitzhöhe |
770 mm |
Trockengewicht |
168 kg |
Tankinhalt |
14 + 3 l |
Reifen
vorne |
120/60
ZR 17 |
Reifen
hinten |
160/60
ZR 17 |
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Monster 1000/S
Preis:
11.995€
S: 12.975€ |

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Motor |
Typ |
Luftgekühlter
Zweizylinder in L-Form, 2 Ventile pro Zylinder, desmodromisch
gesteuert |
Hubraum |
992 ccm |
Bohrung/Hub |
94 x
71.5 mm |
Verdichtung |
10:1 |
Drehmoment |
94.2 Nm
- 9.6 Kgm bei 6000 U/min |
Leistung |
69.2 kw
- 94 PS bei 8000 U/min |
Gemisch |
Elektronisch
gesteuerte Marelli Einspritzanlage, Drosselklappendurchmesser 45 mm |
Getriebe |
6 Gänge |
Antrieb |
Kette |
Chassis |
Rahmen |
Stahl-Gitterrohrrahmen |
Radstand |
1440 mm |
Sitzhöhe |
800 mm |
Trockengewicht |
180 kg |
Tankinhalt |
14 + 3 l |
Reifen
vorne |
120/70
ZR 17 |
Reifen
hinten |
180/55
ZR 17 |
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Monster S2R
Preis:
10.495€
Dark: 9.995€ |

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Motor |
Typ |
Luftgekühlter
Zweizylinder in L-Form, 2 Ventile pro Zylinder, desmodromisch
gesteuert |
Hubraum |
803 ccm |
Bohrung/Hub |
88 x 66
mm |
Verdichtung |
10.5:1 |
Drehmoment |
72.6 Nm
- 7.4 Kgm bei 6500 U/min |
Leistung |
56.7 kw
- 77 PS bei 8250 U/min |
Gemisch |
Elektronisch
gesteuerte Marelli Einspritzanlage, Drosselklappendurchmesser 45 mm |
Getriebe |
6 Gänge |
Antrieb |
Kette |
Chassis |
Rahmen |
Stahl-Gitterrohrrahmen |
Radstand |
1440 mm |
Sitzhöhe |
800 mm |
Trockengewicht |
173 kg |
Tankinhalt |
14 + 3 l |
Reifen
vorne |
120/70
ZR 17 |
Reifen
hinten |
180/55
ZR 17 |
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Monster S4R
Preis:
14.995€ |

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Motor |
Typ |
Flüssigkeitsgekühlter
Zweizylinder in L-Form, 4 Ventile pro Zylinder, desmodromisch
gesteuert |
Hubraum |
996 ccm |
Bohrung/Hub |
98 x 66
mm |
Verdichtung |
11.6:1 |
Drehmoment |
99.1 Nm
- 10.1 Kgm bei 7000 U/min |
Leistung |
86.1 kw
- 117 PS bei 8750 U/min |
Gemisch |
Elektronisch
gesteuerte Marelli Einspritzanlage, Drosselklappendurchmesser 50 mm |
Getriebe |
6 Gänge |
Antrieb |
Kette |
Chassis |
Rahmen |
Stahl-Gitterrohrrahmen |
Radstand |
1440 mm |
Sitzhöhe |
800 mm |
Trockengewicht |
181 kg |
Tankinhalt |
15 + 3,5
l |
Reifen
vorne |
120/70
ZR 17 |
Reifen
hinten |
180/55
ZR 17 |
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